Schaltet nicht bei laufendem Motor

Alles rund um die hohe Kunst der Schaltakrobatik sowie Instandsetzung der Getriebeeinheit und Achsen
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Spark
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Schaltet nicht bei laufendem Motor

Beitrag von Spark »

Hallo,
nachdem letzte Woche der TÜV meinem offenen GT6 den Segen erteilt hat,
stand der Zulassung in Deutschland nichts mehr im Wege und ich konnte
endlich die ersten Kilometer mit meinem Triumph fahren.

Ich habe inzwischen ca 200 km zurückgelegt, gestern in einem größeren Abschnitt etwa 100km. Kurz bevor ich wieder zuhause angekommen war,
merkte ich, dass sich die Gänge nur schwer herausnehmen und einlegen lassen.
Ich wollte dann bis heute abwarten, um zu prüfen, ob es vielleicht ein thermischer Effekt ist - ist es aber nicht.

Wenn der Motor aus ist, lassen sich alle Gänge wunderbar schalten.
Wenn der Motor läuft nicht.

Kennt vielleicht jemand das Problem oder hat eine Idee was die Ursache sein könnte? Ich schraube zwar gerne, bei solchen Problemen fehlt mir aber die Erfahrung.

Vielen Dank
Ingo
errorflash

Beitrag von errorflash »

vielleicht trennt ja die Kupplung nicht richtig

Dann könnte dieses Fehlerbild Auftreten
Joerg

Beitrag von Joerg »

Hallo Ingo,

deine Kupplung trennt nicht.
Check erst mal den Flüssigkeitsstand im Vorratsbehälter.

Wenn der zu niedrig bis leer ist, mal am Kupplungspedal schauen, ob da Flüssigkeit runterläuft. Wenn nein, dann mal die Manschette oben am Pedal zur Seite schieben und da noch mal prüfen.
Der Nehmerzylinder in der Getriebeglocke kann auch kaputt sein, scheint aber weniger häufig vorzukommen.

Wenn bis hier alles i.O. ist, kann der Gelenkstift der Ausrückgabel (ULC2713) rausgerutscht sein.
http://www.rimmerbros.co.uk/ImagePopUp. ... GRID005698
Du kannst von unten sehen, ob der Stift noch da ist.


Gruß

Jörg
Schiggi

Beitrag von Schiggi »

Moinsen , das mit dem Stift ist mir letzte Woche passiert.

Es machte während der Fahrt "klömpel" und dann gingen die Gänge nur noch mit knirschen rein.
Immerhin ging es noch so bis nach Hause - ein neuer ließ sich ohne große Demontagen einbauen.

Grüße

Ralf
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Rorei
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Beitrag von Rorei »

Hallo Ralf,
wenn du jetzt ne lange Schraube ( M8 Inbus ) mit wenig Gewinde durchgesteckt hast, o.k.. Wenn du aber den originalen Stift wieder eingebaut hast wird der wieder rausfallen denn der wird nur durch die Klemmhülse in der Gabel gehalten und die ist bereits verrostet oder rostet einfach weg und hält nicht mehr richtig.
Gruß Roland
Spiti-MK4-1300 ( Bj.73 ) und Vitesse MK1-Convertible ( Bj.67 ) www.rolands-triumph.de
Schiggi

Beitrag von Schiggi »

Hi Roland,

naja - da ich nicht wirklich bequem drangekommen bin und den Wagen am anderen Tag wieder brauchte hab ich den originalen Bolzen genommen ( hatte noch einen spare ).

Das Loch unten in der Glocke hab ich dann :oops: mit Knet Harz zugemacht.

:oops: Ist aber bis zum Winter nur ein Provisorium - dann baue ich eh (endlich) um auf Overdrive!

Grüßle
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alex0469
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Beitrag von alex0469 »

Beim GT6 ist der Mechanismus anders. Also eher ein hydraulisches Problem.

Gruß Alex
[img]http://www.world-of-smilies.com/html/images/smilies/auto/burnrubber0.gif[/img]
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Spark
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Beitrag von Spark »

Danke für die ersten Hinweise.

Ich habe heute die Getriebeabdeckung ausgebaut.
Sowohl am Geber- als auch am Nehmerzylinder war es etwas feucht.
Der Stand im Vorratsbehälter war weniger als 1 cm unter der Markierung.

Das Ende der Ausrückgabel bewegte sich um ca. 11mm, im Juni hatte ich noch 15mm gemessen.

Ich dachte, Entlüften kann nicht schaden und habe also entlüftet.
Ohne Erfolgt, die Ausrückgabel bewegt sich wieder nur um 11 mm.
Ein kurzer Fahrversuch zeigt, dass sich das Fahrzeug bei eingelegtem Gang und getretener Kupplung gleich bewegte, wenn ich den Motor anließ. Das war gestern noch nicht so, ist also schlimmer geworden.

Ferner konnte ich sehen, dass der Kolben in Nehmerzylinder bei getretenem Pedal bereits am Anschlag (dem Federring) ist und die Ausrückgabel hinten fast am Gehäuse anliegt.

Durch das Loch in der Kupplungsglocke konnte ich dann sehen, dass die Ausrückgabel Anlass des Problem ist.
Beim GT6 liegt die Ausrückgabel in der Mitte mit einer Mulde auf einer Art Dorn auf.
Dieser Dorn hat einen runden Kopf und an der Gabelrückseite ist eine Feder mit der die Gabel auf den Dorn geklemmt wird.

Die Betätigung der Kupplung hat dazu geführt, dass die Ausrückgabel an der Stelle, an der der Dorn liegt, mehrere Risse bekommen hat.
Die Mulde ist folglich noch tiefer geworden und damit wird das Ausrücklager nicht mehr weit genug nach vorne gedrückt.

Das bedeutet, ich darf wieder einmal das Getriebe ausbauen.

Es wundert mich nur, dass das Teil im normalen Betrieb Risse bekommen kann. Es ist schließlich kein ganz dünnes Blech.
Kann es sein, dass es hierfür noch einen anderen Fehlergrund gibt?

Viele Grüße
Ingo
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