Spitfire springt nicht an

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Daniel_7777

Spitfire springt nicht an

Beitrag von Daniel_7777 »

Hallo,

gestern wollte ich das schöne Wetter nutzen und fuhr mit meinem Spitfire an die Tankstelle, um den ziemlich leeren Tank wieder aufzufüllen. Schön Super getankt, Bleiersatz dazu, Schlüssel gedreht... und das war's.

Der Wagen zündet und beginnt, die Kurbelwelle zu drehen, aber so richtig zäh und ruckelt dabei immer mehr, bis er nach ca. 10 Sekunden komplett ausgeht. Die Ignition-Anzeige leuchtet ununterbrochen. Beim Durchgedrücktem Gaspedal (Choke voll rausgezogen) dauert es zwei, drei Sekunden mehr. Der ADAC Fachmann, den ich gerufen habe, tippte auf ein Problem mit dem Vergaser, war aber ziemlich überfragt und konnte mich gerade mal wieder nach Hause abschleppen.

Der Wagen stand davor etwa eine Woche, ohne gefahren zu werden. Davor sprang er aber ziemlich schnell an, an dem Ausfalltag, als ich zur Tankstelle wollte, mußte ich den Schlüssel zwei mal drehen, bis er ansprang.

Da ich den Wagen erst seit kurzem habe und noch was Triumphs angeht total unerfahren bin, weiß ich nicht so wirklich, wo ich ansetzen soll. Hat einer eine Idee, was es sein kann? Ursprünglich dachte ich, zu viel des Additiv gegeben zu haben, aber der ADAC meinte, das kann schon mal gar nicht sein, mittlerweile kommt es mir aber so vor, als hätte ich eher etwas zuwenig gegeben. Kann dies die Ursache sein? Würde dann reichen, den Bleiadditiv nachfüllen oder ist schon am Motor was kaputt gegangen?

Danke & Gruß

Daniel
Daniel

Beitrag von Daniel »

Hallo Namensvetter, ... also, zuviel oder zuwenig Bleiersatz kann nicht sein, ... ich würde sagen, der Motor ist klassisch abgesoffen. Du bist zur Tanke gefahren und hast beim erneuten Starten den Choke VOLL gezogen?

Viele Grüße,

Daniel
Daniel_7777

Beitrag von Daniel_7777 »

Hallo Namensvetter ;-)

weiß ich gar nicht mehr. Kann aber gut sein. Von mir zur Tanke sind gerade mal 500 Meter, da kann es sehr wohl sein, daß der Choke einfach immer noch voll oder fast gezogen gezogen war.

Was kann man da machen? Ach übrigens, als wir die Zündkerzen rausgeschraubt haben, war die erste ziemlich feucht, zweite OK (ist übrigens etwas Rauch aufgestiegen aus dem Zündkerzenloch). Den Rest haben wir uns dann nicht angeschaut. Neue Zündkerzen einsetzen?

Danke & Gruß

Daniel
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Dani Senn
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Beitrag von Dani Senn »

Zündkerzen rausschrauben,sodass Luft in die Brennräume gelangt und sich das Benzin verflüchtigen kann. Kerzen mit Feuerzeug trocknen, nacher Russ abwischen, oder neue Kerzen einbauen. das Räuchlein und die nasse Kerze deuten auf einen "versoffenen" Motor hin (Schluckspecht)
Bodeblääch Dänu
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Brownie
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Beitrag von Brownie »

hallo Daniel7777,
kuck doch mal ob das Chokegestänge noch intakt ist, bzw. ob sich eins der Hebelchen am Vergaser, die den Düsenstock nach unten ziehen, ausgehängt hat.
Wenn das der Fall ist, läuft ein Vergaser immer zu fett, und so richtig anspringen will der Spiti dann auch nicht mehr.


Bild

Der Hebel ist hier WZX 1357, der muß bei beiden Vergasern in AUD 4871 eingehängt sein.
Der war bei mir auch mal lose, jedes mal wenn man den choke betätigt und wieder zurückschiebt hängt der sich aus wenn das Halteloch ausgenudelt ist.

Gruß Andreas
Die Kunst des Lebens besteht im Ausschalten der unwesentlichen Dinge
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Jogi, HB
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Beitrag von Jogi, HB »

Hallo Daniel,
optimal wäre, wenn Du Dein Profil ausfüllen würdest, zum Einen macht es uns mehr Spaß sich mit jemanden zu unterhalten, der sich in irgendeiner Form schon vorgestellt hat, zum Anderen gibt es bestimmt jemanden von uns in Deiner Nähe, der sich das mal anschauen könnte.

Sportliche Grüße aus Bremen,
Jogi
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Daniel_7777

Beitrag von Daniel_7777 »

Hallo Jogi,

danke für den Hinweis :oops: Hab es gleich nachgeholt.

Wenn hier jemand aus dem Taunus/Rheinmain wäre, der mir helfen könnte, wäre natürlich echt super!

Danke & Grüße

Daniel
Harry
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Beitrag von Harry »

:mrgreen:

Hi Daniel,
vielleicht ist es auch nur eine schlechte Masseverbindung zum Motor (Batteriepol lose, Kabel zum Motor schlechter Kontakt, etc.).
Probehalber kannst Du mal ein Fremdstartkabel vom Minuspol der Batterie zum Motorgehäuse anklemmen.

mfG
Harry
Daniel_7777

Beitrag von Daniel_7777 »

Hallo,

die Sache wird immer seltsamer. Gestern abend (der Wagen stand seit ca. 30 Stunden auf der Straße) habe ich ihn wieder gestartet, ohne überhaupt etwas daran zu machen

Er sprang sofort an und lief ein paar Minuten lang im Stehen. Der Lauf hat sich zwar etwas schwerfällig angehört, aber immerhin.

Als ich jedoch wegfahren wollte, hat er gerade mal 10 Meter geschafft, bevor er dann unter Ruckeln abgestorben ist. Bei folgenden Startversuchen wieder das gleiche: Kurbelwelle dreht mit Mühe ein paar Mal und der Motor bleibt stecken.

Hab ihn heute jedenfalls in die Werkstatt abgeschleppt, mal sehen, was sie dort finden.

Vielen Dank an Euch für Eure Tipps!

Gruß

Daniel
Reinald

Beitrag von Reinald »

ich hoffe mal, die suchen nicht nur nach dem Anschluss für den Diagnosestecker!

Das Wissen um Autos mit Vergasern und Kontaktzündung stirbt leider langsam aus. Ich kann Dir nur dringend ans Herz legen, Dich selber damit auseinanderzusetzen. Es ist alles KEIN Hexenwerk, sondern vermutlich nur ein bischen Wartungsstau.

Häufig sind bei Autos (das trifft nicht nur auf Spitfire zu), bei denen der Verkauf sich evtl. etwas länger hinzieht, die fälligen Wartung vernachlässigt. Daher kann es gut sein, das SOWOHL die Zündung ALS AUCH die Vergaser mal etwas mehr Aufmerksamkeit brauchen.

a) vielleicht ist auch Dein Anlasser ein bischen schlapp / Masseverbindung/ Batterieverbindung (Klemmen?) schlecht

b) vielleicht steht die Zündung ein bischen zu früh. In Kombination mit a) führt das dazu, das bei Zündung vor OT und langsamer Kurbelwelle der Verbrennungsdruck bereits so hoch ist, das der Anlasser die KW nicht mehr weiterdrehen kann.

c) das der Motor dann auch im Stand schlecht läuft, deutet auf verstellte/verschlissene Vergaser hin. Viele Werkstäten wissen nicht, das beim Spitfire der Leerlauf an BEIDEN Vergasern eingestellt werden muss. Dann wird zwar die Leerlaufdrehzahl irgendwie für die AU hingefummelt, aber das Ding läuft nur wie ein Sack Nüsse, da die Vergaser total Asynchron stehen.

Mein Rat daher: mach mal das Komplettprogramm:
Zündung:
- neue Zündkabel
- neue Verteilerkappe
- neuer Kontakt/Kondensator/Finger (bei Kontaktlos erübrigt sich Kondensator und Kontakt)

Vergaser:
- Grundeinstellung
- Öl Nachfüllen
- Verschleiss von Gestänge/Wellen prüfen
- Chokegestänge prüfen
- Synchronisieren
- Leerlauf einstellen

Meistens bekommt man selbst die Vergaser selbst in schlechtem Zustand noch zum Laufen, wenn man das sorgfältig und sytematisch betreibt.

my 2 cents,
Reinald
Daniel_7777

Beitrag von Daniel_7777 »

:lol: :lol: :lol:
Ne, ist eine freie Werkstatt, die sich (laut Eigenaussage) schon mit Oldtimern auskennt. Im Hof stand daneben ein Fiat 500 und ein Mercedes Oldi (hab aber nicht mitbekommen, welcher Typ), außerdem fährt mein Nachbar schon seit einer ganzen Weile dorthin und hat mir die Werkstatt empfohlen. Ich denke, ich warte erstmal auf die Diagnose und dann schauen wir weiter.

Ich würde schon gern selber daran schrauben, aber das Problem ist, daß ich derzeit keine Garage habe. Der Spitti steht notgedrungen draussen, auf der Straße. Die zugesagte Garage hat sich leider in der Luft aufgelöst. Sobald ich was passendes gefunden habe, lege ich auch selber endlich die Pfoten ans Fahrzeug. Bis dato geht leider nur Werkstatt.

Übrigens, ist es bei allen Mietgaragen so, daß zwar Oldtimer als Bewohner gern gesehen sind, aber jede Art von Selbstreparaturen verboten ist? So jedenfalls mein Eindruck nach Besichtigung einiger potentieller Abstellplätze...

Grüße

Daniel
Daniel

Beitrag von Daniel »

Hallöchen Namensvetter, ...

also, die Tatsache, dass die sich laut Eigenaussage "mit Oldtimern auskennen" heisst erst mal gar nichts, ... es gab da eine Werkstatt in Düsseldorf, die das auch behauptete, ... mit der frisch eingestellten Kiste kam ich kaum vom Hof, ... hoppeldihoppel, ... also auf der Strasse selber fluchs eingestellt, und schon gings wieder, ...

der BOSCH Dienst in Düsseldorf war vollends überfordert.
bei ATU in Ratingen haben die zum Gemisch einstellen ständig die Leerlaufschraube raus und reingedreht.

bei Doppelvergasern hörts in der Regel ziemlich schnell auf, und das nicht nur bei Triumphs, das gilt auch für alte VW und zB. auch BMW Motorräder.

also halt uns mal auf dem Laufenden, was die Werkstatt sagt, ... sonst schwing ich mich in den Blechkübel, und komm mal rum ;-)

:-) Viele Grüße,

Der Namensvetter

PS: zu den Garagen, ... das war in Düsseldorf auch immer ein Problem, ... abstellen ja, schrauben nein.
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spitfire4
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Beitrag von spitfire4 »

Hallo Daniel777,

ich hatte mal ähnliche Symptome. Bei mir war es die alte Spritleitung unterm Auto in der sich Dreck und Schmodder gelöst hatte und so Filter und Düsen verstopft hat.

Viele Grüße

Jörg
Fehlende Leistung wird durch Wahnsinn ersetzt
Reinald

Beitrag von Reinald »

Guter Tipp - die Spritversorgung im Rahmen eines Rundum-Checks zu prüfen, ist sicherlich auch nicht verkehrt. Passt aber nicht ganz ins Bild von "springt erstmal an", "springt warm nicht mehr an"

Gruß
Reinald
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Jogi, HB
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Beitrag von Jogi, HB »

Bei mir waren mal die Schrauben von den Kontakten zu lang (die Schrauben waren immer dieselben, die Grungplatte der Kontakte war dünner) und diese haben somit die Unterdruckverstellung im Verteiler blockiert, kalt wunderbar angesprungen, sobald ich ein wenig fuhr hat die Unterdruckverstellung auf "Früh" gestellt, die zu langen Schrauben haben dann aber verhindert, dass die Zündverstellung wieder zurückging.....laaaaange gesucht bis ich diesen Fehler gefunden hatte.

Jogi
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