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Wasserleitung Ansaugkrümmer
Verfasst: 9. Nov 2008, 22:55
von Races
Hallo zusammen,
ich trage mich mit dem Gedanken die Wasserleitung, welche durch den Ansaugkrümmer geht, gegen ein Edelstahlrohr zu ersetzen. Hat das jemand von Euch schon einmal gemacht ? Geht die Leitung eigentlich komplett durch das Alu Gehäuse des Krümmers oder sind es nur 2, je links und rechts, eingesetzte Stücke ?
Gruß
Lars
Verfasst: 10. Nov 2008, 09:28
von spitfire4
Hi Lars,
andimania hat das gemacht. Allerdings nicht aus Edelstahl sondern aus Kupfer
Viele Grüße
Jörg
Verfasst: 10. Nov 2008, 11:14
von tseitz
spitfire4 hat geschrieben:Hi Lars,
andimania hat das gemacht. Allerdings nicht aus Edelstahl sondern aus Kupfer
Viele Grüße
Jörg
Hallo,
habe auch ein Kufperrohr genommen. Finde das besser als Edelstahl, da bei Edelstahl der Wärmetauscher der Heizung die "Opferkathode" ist... aber das Thema hatten wir ja schon mal...
Gruß Thomas
Verfasst: 10. Nov 2008, 14:34
von Rorei
Hallo Lars,
ich habe bei meinem MK4-1300 auch ein Edelstahl-Rohr eingezogen. Dazu habe ich das alte Stahlrohr einfach aufgebohrt und dann das Edelstahl-Rohr einfach mit 2K-Kleber eingeklebt.
Gruß Roland
Verfasst: 10. Nov 2008, 14:50
von spitfire4
Argh,
hatte es falsch verstanden. Ihr wolltet das originale Rohr gegen ein neues ersetzen.
Andimania hat das komplett still gelegt und ein sep. außerhalb der Brücke gelegt. Sorry
Aprops Andimania. Wo steckt der Kerl überhaupt ?
Viele Grüße
Jörg
Verfasst: 11. Nov 2008, 21:51
von Races
tseitz hat geschrieben:... habe auch ein Kufperrohr genommen. Finde das besser als Edelstahl, da bei Edelstahl der Wärmetauscher der Heizung die "Opferkathode" ist... aber das Thema hatten wir ja schon mal...
Ich bin kein "Materialguru" ! Könntest Du mir das bitte ein wenig genauer erklären ?
Danke & Gruß
Lars
Verfasst: 15. Nov 2008, 14:57
von tseitz
Races hat geschrieben:tseitz hat geschrieben:... habe auch ein Kufperrohr genommen. Finde das besser als Edelstahl, da bei Edelstahl der Wärmetauscher der Heizung die "Opferkathode" ist... aber das Thema hatten wir ja schon mal...
Ich bin kein "Materialguru" ! Könntest Du mir das bitte ein wenig genauer erklären ?
Danke & Gruß
Lars
Hallo Lars,
auch wenn ich jetzt wieder nieder gemacht werde, halte ich es für recht wichtig:
Das Thema nennt sich Kontaktkorrosion. Zwar gibt es keinen direkten kontakt, jedoch wirkt das Kühlerwasser als Träger. Das Prinzip ist wie bei einer Batterie. Man hat ein Metal mit positiver Spannung, eins mit negativer. Das Unedlere Metall wird dabei abgebaut.
Unsere Blöcke sind aus FE-Guss, das Wasserrohr währe Edelstahl. Dabei wird der Block "abgebaut/rostet".
In Tabelle 9.3
http://www.wegertseder.com/pages/techda ... schutz.asp siehst du wie es dabei zu korrosion kommt.
Die Fläche nichtrostender Stahl (Wasserrohr) ist klein (linke Spalte), der Block (Guss, obere Spalte) groß, somit tritt G= große Korrosion am minderwertigen material ein... der Block rostet.
Viele Grüße Thomas
Verfasst: 15. Nov 2008, 15:18
von Jogi, HB
Genau!
Und versuche das einmal einem Edelstahlfetischisten zu erklären, der extra Edelstahlschrauben für seinen Spitfire gekauft hat......und überall da wo die glänzenden Dingerchen reingeschraubt werden, fängt's bald an zu gammeln. Zudem haben die meisten Edelstahlschrauben nicht die Festigkeit, um entsprechende Anzugsdrehmomente zu nutzen.
Jogi
Verfasst: 15. Nov 2008, 16:12
von Races
Okay, die Fakten und Argumente bezüglich der Materialien überzeugen ... andererseits fahren wir doch bestimmt alle den besten Kühlwasserzusatz mit Korrosionsschutz und was weis ich nicht noch alles drin ... ist das Thema unter Einbezug dessen wirklich noch so relevant ? Das Thema der Edelstahlschrauben leuchtet mir da schon mehr ein ...
Verfasst: 15. Nov 2008, 16:30
von tseitz
Races hat geschrieben:... ist das Thema unter Einbezug dessen wirklich noch so relevant ?
Hallo Lars,
es kann gut sein dass ich da etwas paranoid bin, jedoch gerade im Winter ist der Wasserkreis ja garnicht (sofern das Auto eingemottet ist) in Bewegung. Und das überall Kühlerwasser steht und nirgends sich Luft sammelt ist doch Wunschglaube. Warum würden sonst Kühler durchrosten? Vorallem der Heizungswärmetauscher sitzt ja recht hoch. Die Wahrscheinlichkeit dass sich da Luft sammelt ist somit auch hoch.
Ich gehe so einfach auf nummer sicher und kann ruhig schlafen.
Viele Grüße Thomas
Verfasst: 15. Nov 2008, 16:30
von Races
tseitz hat geschrieben:
Die Fläche nichtrostender Stahl (Wasserrohr) ist klein (linke Spalte), der Block (Guss, obere Spalte) groß, somit tritt G= große Korrosion am minderwertigen material ein... der Block rostet.
Ähhhm, Tabelle 9.3 :
G = geringfügige oder keine Korrosion des betrachteten Werkstoffes
Also dürfte es in Verbindung mit einem guten Kühlwasserzusatz eigentlich keine Probleme geben, oder ?
Verfasst: 15. Nov 2008, 16:34
von tseitz
Races hat geschrieben:tseitz hat geschrieben:
Die Fläche nichtrostender Stahl (Wasserrohr) ist klein (linke Spalte), der Block (Guss, obere Spalte) groß, somit tritt G= große Korrosion am minderwertigen material ein... der Block rostet.
Ähhhm, Tabelle 9.3 :
G = geringfügige oder keine Korrosion des betrachteten Werkstoffes
Also dürfte es in Verbindung mit einem guten Kühlwasserzusatz eigentlich keine Probleme geben, oder ?
OK, übersehen...
möchte dort trotzdem kein Edelstahl haben, gering ist mir schon zuviel. Auch ist Edelstahl wesentlich poröser als Eisen, wodurch gerade am Motor der sich ja fleißig bewegt (sollte) die Gefahr eines Materialrisses größer ist...
Gruß Thomas
Verfasst: 15. Nov 2008, 17:11
von Joerg
tseitz hat geschrieben:Auch ist Edelstahl wesentlich poröser als Eisen, wodurch gerade am Motor der sich ja fleißig bewegt (sollte) die Gefahr eines Materialrisses größer ist...
Hallo Thomas,
ich kann dich beruhigen, das bisschen Edelstahlrohr ist absolut kein Problem. Schließlich ist die Trägerplatte des Thermostats selbst aus Edelstahl.
Dagegen ist die Mischung aus Kupfer (Kühler, Heizungswärmetauscher) und Alu (Thermostatgehäuse, Heizungsventil) viel brisanter.
Ich arbeite als Servicetechniker für Lasermaschinen. An diesen Maschinen gibt es wegen der Korrosionsgefahr getrennte Kühlkreisläufe für Alu- (Laserresonator und indirekt gekühlte Umlenkspiegel) und Kupfer-Komponenten (HF-Generator und direkt gekühlte Spiegel).
Wenn das Kühlwasser die vom Hersteller empfohlene Menge an Frostschutz enthält, welcher gleichzeitig als Korrosionsschutz dient, sehe ich absolut keine Probleme. Außerdem sollte, weil die Korrosionsschutzeigenschaften mit der Zeit nachlassen, das Kühlwasser alle 3-4 Jahre erneuert werden.
Schau mal hier nach:
http://www.veredlungschemikalien.basf.d ... ntin/tipps
Ach ja, Edelstahl ist nicht poröser als Eisen. Schau mal die Oberfläche eines Edelstahlrohrs und die deines Graugussblocks an. Das dürfte alles klären...
Und das Rohr in der Ansaugbrücke bekommt keine Risse, weil sich die Brücke mit dem Motor bewegt und der Anschluss zum Heizungsventil mittels flexiblem Gummischlauch nur mininmale Kraft auf das Rohr ausübt.
Gruß
Jörg
Verfasst: 15. Nov 2008, 21:09
von Rorei
Joerg hat geschrieben:Dagegen ist die Mischung aus Kupfer (Kühler, Heizungswärmetauscher) und Alu (Thermostatgehäuse, Heizungsventil) viel brisanter.
genau, und nicht zu vergessen die hochbrisante Zylinderkopfdichtung aus Kupfer.
Der wilde konstruktive Materialmix macht mir bei diesen hochkomplexen Gebilden aus dem Hause Triumph permanent schlaflose Nächte.
Gruß Roland
Verfasst: 16. Nov 2008, 11:32
von Markus Simon