so kanns gehen......

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superspitchris
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so kanns gehen......

Beitrag von superspitchris »

Ich hab meinen 6 Zylinder wieder zurück vom Motorenbauer, wie manche von euch wissen ist der mir nach der Überholung ein paar Mal festgegangen. Nach dem wir ihn erneut zelegt hatten, kam ein gefressener 6. Zylinder zum Vorschein, sowohl die Laufbahn wie auch der Kolben haben deutliche aber Gott sei Dank nicht sehr tiefe Riefen, die Ringe habens überlebt. Ursache war, man glaubt es kaum, eine dicke Rostschuppe, welche den Kühlkreislauf ganz hinten im Block wohl ab und zu verstopft hat, gepaart mit etwas zu geringem Laufspiel . Wir hatten damals alle Froststopfen raus und den ganzen Rost komplett entfernt, offensichtlich war die Wand des Kühlwasserkreislaufes aber irgendwo unterrostet, und dieses Teil hat sich dann später gelöst.... :evil:
Mein Motorenbauer hat das ganze aber trotzdem kostenlos gerichtet :top:
Mit viel Glück, bekomm ich ihn morgen ans laufen, dann schaun mer Mal
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Reinald

Beitrag von Reinald »

Die Reinigung des Kühlsystems ist bei der Motorüberholung immer eine der unangenehmen Aufgaben, ich halte es eigentlich für unmöglich ALLEN Rost zu entfernen - auch die Tricks mit Biegsamer Welle / Stahllitze schubbern nur das los, was ohnehin halbwegs lose ist.

Allerdings wäre ich mir nicht sicher, ob eine kleine lokale Überhitzung in der Form schon zum "Festgehen" führen darf, ich würde eher darauf tippen, daß der Motorenbauer beim Laufspiel etwas zu sorgsam war und das eher unterhalb der unteren Toleranz gehohnt hat.

my 2 cents,
Reinald
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superspitchris
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Beitrag von superspitchris »

Ja, so in etwa ist das, der Block wurde ausser Haus gebohrt, der 6. Kolben war der grösste im Durchmesser, der Mann der gebohrt hat, hat aber alle auf den gleichen Durchmesser gebohrt und gehont, so dass da nur 5 Hundertstel Laufspiel übriggeblieben sind, 6 -7 wären besser gewesen. Seit heute läuft er übrigens wieder, allerdings hat er das ominöse klappern wenn er kalt ist immer noch, obwohl alle Lager und auch die Pleuel einwandfrei masshaltig sind. Ich lass ihn jetzt erst mal laufen, mal sehen wie es ein paar 1000km später aussieht
Gruss Chris
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superspitchris
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Beitrag von superspitchris »

So siehts jetzt aus:
Bild
das ist der Kolben vom 3.Zylinder :cry: :cry: wie man sieht, werden die Zylinder unter Temperatur nach unten hin enger und zwar alle! Der Fresser fängt unten an und hört am Ölabstreifring auf, darüber ist alles okay. Laut Werkstatthandbuch sollte das Laufspiel im unteren Bereich max.5,9 Hundertstel betragen, oben max 8,9 Hundertstel. Wir haben gemessen unten 6,1 hundertstel, oben 6,2 hundertstel, alle 6 Kolben haben Fresspuren im unteren Bereich, wenn man mit einer Taschenlampe in die Zylinder leuchtet, sieht man im unteren Bereich Schatten, die auf die Verengung hindeuten.
Hat irgendwer eine Idee dazu was zu tun ist???
Es war gestern ausser meinem Motorenbauer noch ein Vetreter / Ingenieur von der Firma Kolben Wahl dabei, der hatte auch keine Idee warum das so ist......
Die Zylinder werden definitiv unterhalb des Wassermantels enger, das Laufspiel ist grösser als von AE angegeben und trotzdem frisst er unter temperatur. Das ominöse klappern welches sich anhört wie ein kaputtes Pleuellager, konnten wir auch noch nicht lokalisieren.
Die Nockenwelle, die Lagerstellen der KW und auch die Pleuellager unten und oben sind einwandfrei, ebenso sind die Pleuelaugen auch einwandfrei rund. 3 der Kolben haben sich durchs fressen leicht verformt, wenn man ein Haarlineal auf das Kolbenhemd legt, sind die Kolben auf einer Seite etwas ballig ( sollte so sein) aber auf der anderen haben sie einen Sack!
Könnte daher das klappern kommen? Wenn ein Kolben kippt, rasselt das dann nicht eher?
Ich glaub ich mach wirklich nen Bierflaschenhalter draus....
Völlig Ratlose Grüsse, Chris
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Dani Senn
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Beitrag von Dani Senn »

Also mein Motorenbauer meinte mal 0,06mm Laufspiel sei einfach zu knapp, er macht alle so um die 0,07mm bei den Rennmotoren sogar 0.08mm,das hat bis jetzt immer funktioniert.
Bodeblääch Dänu
Harry
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Beitrag von Harry »

:mrgreen:

Hi Chris,

ist der Wassermantel auch gründlich gereinigt worden?
Die Bohrungen in den Pleuel ausgewinkelt?

http://www.redeker.net/r45/kolbenschaeden_de_web.pdf

falls noch nicht bekannt.

mfG
Harry
benno

Beitrag von benno »

wie habt ihr denn den Durchmesser gemessen? Mit einem Innenmeßgerät (also 2 Punkt Messung)?

der Zylinder könnte eine größere Rundheitsabweichung haben, die ist mit einer Zweipunktmessung nicht unbedingt feststellbar. Interessant wäre die Rundheit des Zylinders.

die Freßspuren auf dem Kolben deuten jetzt zwar nicht unbedingt auf den von mir beschriebenen Fehler (denn die Spuren sind ja überall am Kolben, oder?) aber denkbar wärs irgendwie trotzdem.

Und zum Kolben, die Messerei ist eine Wissenschaft für sich. Welche Erfahrungen sind denn mit den allgemein AE-Kolben gemacht? Dass du die Balligkeit nur auf einer Seite feststellen kannst finde ich komisch. Allerdings ist ein Kolben ohne Zeichnung nicht zu prüfen. Die, die ich kenne sind unten den Kolbenringen ballig und quer oval zur Kolbenbolzenbohrung.

Ich vermute den Fehler noch am ehesten bei den Kolben.
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superspitchris
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Beitrag von superspitchris »

@Harry
Die Seite mit den Kolbenfehlern kenne ich , die Froststopfen waren alle raus und sind auch jetzt wieder raus, der Wassermantel ist picobello sauber, die Pleuel sind vermessen, gewinkelt und die Bohrungen nachgearbeitet.
@Benno
Die Zylinder sind rund, die Kolben ballig wie du es beschrieben hast, unterhalb der Ringe( bis auf jene , welche gefressen haben, die hat es verformt)
Der Kolbenmensch meinte, wir sollen den Kopf mal auf den Block schrauben, mit vorgeschriebenem Drehmoment anziehen, und dann die Bohrungen von unten her noch mal messen, vielleicht arbeitet der Block irgendwie. AE empfiehlt 5 hunderstel Laufspiel County 7 Hundertstel
Warum wird das Teil unten enger???????
Ich hab keine Böcke , dass ganze nochmal zu machen, wenn ich ihn jetzt nochmal überhole, dann muss er laufen
Mein Motorenbauer ist echt ratlos, der macht das auch nicht erst seit vorgestern, allerdings baut er eher Motoradmotoren unter anderem macht er seine Guzzi Rennmotoren selbst und das schon seit knapp 30 Jahren.........
Ich krich jetzt erst mal die Krise :GRRRR: und brauch jetzt erst mal ein Bier zur Beruhigung
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benno

Beitrag von benno »

ist der block stark aufgebohrt? ich habs jetzt nicht mehr im Kopf wie weit die Stehbolzen von der Zylinderbohrung weg sind aber eine Verformung beim anziehen halte ich bei dem Graugußblock für nicht so wahrscheinlich.
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alex0469
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Beitrag von alex0469 »

Wenn alle Stricke reißen hab ich noch einen fast neuen Block ( 11500 km Gesamtlaufleistung )eigentlich hab ich den schon verkauft aber der Käufer hat ihn seit 3 Monaten nicht bezahlt und abgeholt von daher denke ich hat isch das ganze erledigt.

Gruß Alex
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superspitchris
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Beitrag von superspitchris »

Der Block ist auf das erste Übermass gebohrt, also ich würde Verzug auch ausschliessen. Ich hab noch nen guten Motor rumliegen, möchte aber natürlich die frisch überholte Maschine haben, zumal ich da schon genug Geld reingesteckt hab und ich das ganze als Garantiefall betrachte.
Ich schätze mal da hilft nur aufs nächste Übermass bohren, deutlich mehr Laufspiel geben und wieder ausprobieren..... wobei immer noch das Problem des klapperns da ist, von dem niemand weiss woher es kommt.
ich werd noch gaga :-vh :-vh :-vh
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benno

Beitrag von benno »

wie sind denn die AE Kolben so? meint ihr nicht, dass es an den Kolben liegen könnte?
nikolai

Beitrag von nikolai »

Moin Benno,

ich fahr seit 2004 AE Kolben im Renner, immer zw. 4 und 7k rpm und mit einer Verdichtung weit jenseits der 11:1. Die Dinger funzen einwandfrei. Ich denke AE Kolben sind m.E. absolut OK und eben Federal-Mogul Standard.
Was mich irritiert ist eigentlich die Qualität des Motorenbauers. Ich meine, zum einen sollte man nicht einen Kolben größer wählen als die anderen, zum anderen sollte der, der bohrt wissen was da für Kolben reinkommen. Und wenn man nur einen Zylinder nachbohrt, sollte man alle anderen Zylinder nachhonen, um sicher zu stellen, dass diese auch rund sind. Mein Motorenbauer macht das so und ich hatte noch nie Probleme an dieser Stelle...

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Rorei
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Beitrag von Rorei »

Hallo Chris,
habe mal irgendwo gelesen, dass man neue Kolben vor dem schleifen der Zylinder erst tempern sollte. Einige Kolbenhersteller machen das auch selbst im Zuge der Herstellung. Wie ist das mit deinen Kolben?
Gruß Roland
Spiti-MK4-1300 ( Bj.73 ) und Vitesse MK1-Convertible ( Bj.67 ) www.rolands-triumph.de
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Martin M
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Beitrag von Martin M »

Hallo,
tempern macht man eigentlich bei tendenziell minderwertigen Kolben. Welches Fabrikat hattest du denn verwendet Chris? AE wäre eigentlich top o.k. (wobei flat top eigentlich nur schwer verfügbar) County ist auch nicht schlecht, wobei halt jeder Kolben einzeln vor dem Bohren ausgemessen werden muss.
Grüße
Martin
die einen bauen Motoren aus die anderen :twisted: Getriebe und Diffs
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