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Neuteil ≠ besser: Erfahrungen

Verfasst: 30. Mär 2026, 11:38
von Emil.Spitfire
Hallo zusammen,

ich muss mal ein ernstes Wort über die Qualität von Bastuck-Teilen (bzw. auch Limora) loswerden. Ich verstehe einfach nicht, warum manche hier weiterhin dort kaufen. Ich habe mir einen neuen Lichtschalter, also einen Lenkstocklichthebel, von Bastuck besorgt und hatte diesen etwa zwei Jahre lang verbaut. Da ich noch relativ neu mit dem Schrauben am Triumph bin, war mir anfangs gar nicht klar, wie minderwertig sich dieses Teil tatsächlich anfühlt – im Nachhinein betrachtet wirkte es aber von Anfang an billig und schlecht verarbeitet.

Beim Einbau ist mir das Teil zwar noch nicht auseinandergefallen, aber beim Ausbau kam es mir direkt in Einzelteilen entgegen – genau das zeigt auch das angehängte Foto. Ich habe wirklich noch versucht, es zu reparieren, aber das ist bei so einem Teil praktisch nicht sinnvoll möglich. Und dann, richtig gefährlich, ist mir das Ding während der Fahrt einfach ausgefallen, ohne dass ich den Schalter betätigt habe. Eine Weiterfahrt war so nicht mehr möglich, sehr ärgerlich.

Ich habe dann von DYNGO einen gebrauchten Lenkstockhebel aus einem Triumph gekauft, und der war um Welten besser. Alles fühlte sich stabil an, die Lichtmodi ließen sich sauber schalten – es war ein ganz anderes Gefühl.

Daher mein Appell an alle: Neue Ware ist nicht automatisch besser. Man sollte wirklich auf Qualität setzen, auch wenn es dann vielleicht mal ein gebrauchtes Teil ist. Und auch an die Schnäppchenjäger unter uns: langfristig hat man mehr von der guten Qualitätsware als von dem, was ein paar Cent günstiger war.
Und wenn möglich, lieber die originalen Teile aufarbeiten (lassen), statt fragwürdige Nachfertigungen zu verbauen.
Denn das Spiel ist eigentlich immer das gleiche:
Made in China letzte Schraube in England…
Stempel: made in England
Ich persönlich bin immer ein Riesen Fan davon Dinge aufzuarbeiten oder zu restaurieren.
Liebe Grüße, Emil

Re: Neuteil ≠ besser: Erfahrungen

Verfasst: 30. Mär 2026, 12:19
von Ulfus
Hallo Emil,

das was Du schilderst, ist doch bekannt.

Bei der Restaurierung von z.B. Simson-Mopeds bekommt man alle Ersatzteile (aus China),
Haltbarkeit und Passgenauigkeit unzureichend,
die DDR-Originale zu erhalten, bringt auch dort mehr.

Auf der Insel bekommt man gute alte originale Ersatzteile beim Totengräber bei Sheffield oder bei Spitbitz bei Wokingham,
qualitativ hochwertige Innenausstattung bei Newton Commercial in Leiston, oder Du fährst zu Rimmer in Lincoln, dort Neu- und Gebrauchtteile.

Da war ich bisher überall.....

Re: Neuteil ≠ besser: Erfahrungen

Verfasst: 30. Mär 2026, 21:10
von Emil.Spitfire
Lieber Ulf,
Leider für einige nicht,
Ich sehe viel zu häufig in diesem Forum Spezies sich diesen Nachbau Mist kaufen :)

Re: Neuteil ≠ besser: Erfahrungen

Verfasst: 30. Mär 2026, 21:44
von MKIII
Emil.Spitfire hat geschrieben: 30. Mär 2026, 21:10 Lieber Ulf,
Leider für einige nicht,
Ich sehe viel zu häufig in diesem Forum Spezies sich diesen Nachbau Mist kaufen :)
Z.b.?

Re: Neuteil ≠ besser: Erfahrungen

Verfasst: 30. Mär 2026, 23:45
von Pumpel
Ich will mich mal outen, daß ich den Lenkstockschalter vor vielen Jahren auch mal gekauft und auf Lager gelegt habe.
Als ich ihn dann brauchte hat er wenige Tage gehalten und am Ende habe ich mit Teilen davon einen Originalen repariert.

Und der funktioniert nun perfekt.

Leider sind Nachbauten oft von minderwertiger Qualität und/oder Passform.
Als Kunde kann man reklamieren und hoffen, dass sich dadurch was ändert.