So, nun möchte ich ja auch berichten, wie meine Versuche verliefen:
Getestete Lösungsmittel:
- Universalverdünner
- 2K Verdünnung
- Aceton
Ich habe als erstes den Universalverdünner ausprobiert. Dazu habe ich den Verdünner auf ein Tuch gegeben und versucht die Rostschutzschicht zu entfernen.
Im ersten Moment passiert gar nichts, trotz rubbeln löste sich kein Rostschutz ab. Nach einer kurzen Zeit und weiterem Reiben allerdings war zu bemerken, daß sich nun die Rostschutzschicht langsam ablöste. Offensichtlich benötigt der Universalverdünner etwas „Einwirkzeit“.
Als nächstes habe ich die 2K Verdünnung getestet. Auch hier passierte im ersten Moment gar nichts, und auch später löste sich kaum Rostschutz. Die Rostschutzfarbe ist wohl ziemlich resistent gegen den 2K Verdünner. Das macht meiner Meinung nach auch Sinn, da ja im Normalfall mit einem Lack überlackiert wird, der genau das 2K Lösungsmittel enthält. Die Rostschutzfarbe soll sich ja dann gerade nicht lösen.
Als letztes habe ich Aceton getestet. Die Rostschutzfarbe ging damit am schnellsten und besten ab. Allerdings war auch hier einiges an Rubbelarbeit nötig.
Eine feine Struktur des Bleches (vergleichbar mit Glasperlenstrahlen) wurde beim Ablösen mit allen Lösungsmitteln sichtbar.
Als nächstes habe ich versucht, die Farbe mechanisch zu entfernen: 3M-Negerkeks auf Bohrmaschine und Messingbürste auf Flex
Beides löst den Rostschutz gleich gut und schnell vom Metall. Ich habe aber den Eindruck, daß der Negerkeks für die dünne Rostschutzschicht zu aggressiv ist (Beim Entfernen von altem Lack ist er allerdings voll OK), da das Blech Riefen erhält. Dadurch hält natürlich ein neuer (Rostschutz-) Anstrich besser, aber die Oberfläche wird auch vergrößert und könnte damit anfälliger gegen Rostangriffe sein.
Die Messingbürste auf der Flex entfernt den Rostschutzanstrich genauso problemlos, allerdings sind keine Riefen durch die Bürste sichtbar. Statt dessen erschient eine leicht rauhe Oberfläche, die ich auf die Einwirkung der Säure in der Rostschutzfarbe zurückführe. (Das Photo ist zwar etwas dunkel, zeigt die Struktur aber gut)
Und hier noch einmal der direkte Vergleich:
Fazit:
Ein kleines Reparaturblech kann man problemlos mit Aceton oder Universalverdünner vom Rostschutz befreien, aber sobald das Blech etwas größer ist, wie z.B. ein Kotflügel oder ein Bodenblech, ist eigentlich die Messingdrahtbürste auf der Flex die einzige Möglichkeit den Rostschutz zu entfernen.
Am allerbesten wäre es natürlich, gleich Reparaturbleche zu kaufen, bei denen die Werksrostschutzfarbe so gut ist, daß man sie nicht entfernen muß.....
Viele Grüße, Jürgen