Seite 2 von 3
Verfasst: 29. Dez 2008, 18:33
von Markus Simon
benno hat geschrieben:wenn man das Hauptlagers des Pleuels oder die Lagerstelle trennt (also den Lagerdeckel abnimmt) und wieder montiert, dann erreicht man nicht mehr die Rundheit die man direkt nach dem spindeln/ausdrehen hatte. Also 0,01mm Rundheit ist schnell möglich. Das sind schon 0,02mm Durchmesserdifferenz. Mit montierten Lagerschalen wird das ganze nochmals etwas unrunder, die Lagerschalen haben (zumindest soweit ich weiß) leichtes Übermaß an der gestreckten Länge, also sie stehen an der Trennfläche etwas über, nach dem anziehen der Pleuelschrauben steht das ganze unter Spannung.
Und ein Innenmeßgerät zeigt vielleicht 1/100mm (je nach Uhr auch 0,1 ym) an aber so genau ist es bei weitem nicht. Wie stellt ein Motorenbauer das Innenmeßgerät auf Null? Baut er mit Endmaßen eine Meßbrücke zusammen? Einstellringe wird er für jedes krumme Maß nicht haben.
Es ist mir schon bewußt, dass meine Ausführungen etwas zu weit gehen. Ein guter Motorenbauer oder jemand der sich mit der Sache auseinandergesetzt hat ist sicherlich in der Lage das Lagerspiel oder solche Durchmesser gut zu messen aber Gefahren lauern hier viele.
Hi Benno
wie montierst du den die Pleuel OHNE den Lagerdeckel abzunehmen ??
Also ich hab bestimmt schon 100 montierte Lagerschalen gemessen die waren alle rund , wenns unrund wäre - MÜLLTONNE
Als "Einstellring" kann man die Bügelmeßschraube nehmen und die ist schön verstellbar , bzw. nach dem Messen der Welle schon aufs richtige Maß eingestellt. Da gibt es extra Halterungen für die Bügelmeßschraube damit einem die Hände nicht ausgehen !!
@Daniele : Ich hab mit County keine schlechten Erfahrungen gemacht.....mit AE auch nicht .....funktioniert beides . Standardmotor würde ich mit den günstigeren aufbauen - ich bin halt Schwabe

Verfasst: 29. Dez 2008, 19:20
von benno
natürlich muß ich den Lagerdeckel abnehmen, aber dann ist die Lagerstelle halt nicht mehr so rund wie nach dem bearbeiten. Wie gesagt 0,1mm Rundheitsabweichung hat man schnell zusammen. Und die ist mit einer Zweipunktmessung nicht unbedingt festzustellen.
geht jetzt eh etwas am Thema vorbei, wie gesagt ich wollte eigentlich nur anmerken, dass man mit normalen Meßmitteln schnell an der Grenze ist und dass in wirklichkeit ein ganz anderes Lagerspiel vorhanden ist.
Verfasst: 29. Dez 2008, 21:00
von Rorei
daniele hat geschrieben:Hey, danke für die Info....
Wie ích sehe, liegen meine Durchmesser knapp an der untersten Grenze....
Soll ich dann trotzdem STD einbauen oder soll ich die Durchmesser der Haupt,- und Pleullagersitze lieber auf die nächst Größe schleifen lassen? (Oder sehe ich das falsch?)
Leider habe ich den unteren Teil der Antwort net verstanden....
Auf welchen Durchmesser bezieht sich das Pleul,- und Hauptlagerlaufspiel?
Kann ich das denn messen?Muss ich meine Laderschalen an den vorhandenen Durchmesser anpassen?
Hallo Daniele
......die Verschleißgrenze beträgt bei beiden 0,10 mm . bedeuten das max. Laufspiel darf bei beiden Lagern 0,10mm sein unabhängig vom Durchmesser.
Ich persönlich würde wieder Standard-Lagerschalen einbauen vorausgesetzt es werden wieder originale Schalen eingebaut, da ich bei denen eine gute Maßhaltigkeit voraussetze. Bei Nachbau-Lagerschalen habe ich meine Zweifel. Da hilft aber auch kein Nachschleifen der Kurbelwelle denn der Schleifer braucht auch seine Toleranz und schleift dir die Welle evtl. wieder auf min. Maß. der nächsten Stufe. So drehst du dich im Kreis. Wegen 0,005 bzw. 0,01 mm zu kleinem Durchmesser würde ich mir keine Sorgen machen wenn das Spiel stimmt. Das ist meine Meinung dazu.
Sicherheitshalber kann dein Motoreninstandsetzer das Laufspiel mit Plastigage-Kunststoffdraht nachmessen.
Gruß Roland
Verfasst: 30. Dez 2008, 21:20
von daniele
Servus,
also ich habs heut endlich geschafft mir Hepolite Kolben zu bestellen. Waren grad super im Angebot.Habe statt 260€ nur 180€ bezahlt.
Werd die nach Eintreffen vermessen und wiegen. Ich hoffe, ich hab die richtige Wahl getroffen.
Wg. dem Lagerlaufspiel: Ich werde sobald alle bestellten Teile da sind und ich den Motor wieder zusammenbaue,versuchen es exakt einzustellen. Werd mir dann die Messmittel aus der Fa. ausleihen und versuchen mir Plastikgauge zu besorgen.
Mein Motorspezi meinte mal, dass, wenn ich den Motor schon mal komplett auseinander habe und ihn komplett sauber habe, ich doch gleich auf 10W60 Mötoröl umstellen soll. Er benutzt das bei seinen Motoren nur. Es soll dann wohl auch ein höherer Öldruck vorhanden sein und der Ölverbrauch soll sinken. Außerdem sollen dann auch keine Pittings mehr an den Stößelbechern auftreten...
Was benutzt ihr denn für ein Öl nach einer Motorüberholung?? Das vorgeschlagene 20W50?????
Eine andere Frage:
Als ich vorm Zerlegen des Motors das Kühlwasser abgelassen hatte, kam da nur ne braune "Plörre" raus. Jetzt überlege ich mir evtl nen neuen Kühler einzubauen Da ich ein leistungsstärkeres Netz haben will. Es gibt ja den "schmalen" und den "breiten"(US-Version) zu kaufen mit dem Leistungsstärkerem Netz.(der breite ist sogar günstiger)
Macht es Sinn den breiten einzubauen???
Muss ich dann etwas umbauen?? (Schläuche länger etc....)
Oder passt der von den Schnittstellen zum Schmalen?
Gruß daniele
Verfasst: 30. Dez 2008, 23:16
von MKIII
daniele hat geschrieben: .........Wg. dem Lagerlaufspiel: Ich werde sobald alle bestellten Teile da sind und ich den Motor wieder zusammenbaue,versuchen es exakt einzustellen. Werd mir dann die Messmittel aus der Fa. ausleihen und versuchen mir Plastikgauge zu besorgen.........
Meinst du jetzt das Axialspiel? Oder das der einzelnen Haupt und Pleuellager?
Ersteres kann man (muss man) einstellen, zweites kannst du nur messen und wenn es zu groß ist muss die Welle geschliffen und neue passende Lager verbaut werden, das sollte dir aber die Schleiferei sagen können!
Wenn die Lager noch OK waren und nur poliert wurden müssen die gleichen Lagergrößen wieder verbaut werden da beim polieren kein Messbarer Materialabtrag stattfindet.
Zum Öl.....ein neu aufbereiteter Motor sollte eigentlich sogut wie kein Öl verbrauchen, die ersten 10-15tsd Km habe ich 15W40 verwendet, jetzt hab ich auf 20W50 gewechselt, der verbrauch liegt bei ca0,1-0,2Ltr auf 1000Km.
Warum ein Motor nur wenn er komplett sauber war auf 10W60 umgestellt werden soll und dadurch der Verbrauch sinken soll muss mal einer erklären

Verfasst: 31. Dez 2008, 09:55
von Andi
Weil heut überall nur 2-3 große Fässer vorhanden sind aus denen gezapft wird?
Weil kaum jemand sich Gedanken macht was alte Motoren brauchen?
Weil 20er kaum zu bekommen ist?
Weil Motor ist Motor?
Weil egal?
Wenn ich anfang darüber nachzudenken kann ich bestimmt noch 100 weitere GRÜNDE FINDEN!
Verfasst: 31. Dez 2008, 16:21
von daniele
Das 10W60 ist ein vollsynthetisches Öl und wenn man darauf umsteigt, wär es wohl besser, wenn sich kein mineralisches Öl im Motor befinget.Sonst müsste man den Motor mehrmals mit dem 10W60 "durchspulen", sagt er...
@Andi
Mache ich denn was falsch, wenn ich das 10W60 verwenden würde?????
Ist zwar gegenüber eines 15W40 sau teuer, aber vielleicht ist es ja 10x besser für den Motor??????
@MKIII
Also das Axialspiel der Kurbelwelle werd ich einstellen und das Haupt- und Pleullagerlaufspiel messen und ggf. anpassen. Zwar muss ich die Anlaufscheiben an der Rückseite etwas nachschleifen lassen damit ich im Mittelfeld der Toleranz liege, aber das sollte machbar sein...
Also in meinem Werkstatthandbuch steht Axialspiel: 0,102-0,203mm.
Ist doch richtig, gell?? Ich wollte so 0,15mm einstellen....
Verfasst: 31. Dez 2008, 17:08
von MKIII
daniele hat geschrieben:........ Zwar muss ich die Anlaufscheiben an der Rückseite etwas nachschleifen lassen damit ich im Mittelfeld der Toleranz liege, aber das sollte machbar sein...
Also in meinem Werkstatthandbuch steht Axialspiel: 0,102-0,203mm.
Ist doch richtig, gell?? Ich wollte so 0,15mm einstellen....
Wenn du die schon solche Mühe machst warum gehst du nicht auf das Minimalmaß von 0,102?? Größer wirds dann mit der Zeit von allein

Verfasst: 31. Dez 2008, 17:12
von MKIII
Verfasst: 31. Dez 2008, 17:38
von Markus Simon
aus DER Motorenüberholung klinke ich mich aus !!
Laufspiel groß , Öl dafür etwas "dünner" , Vollsyntetisch da freuen sich die Dichtungen und die Gleitlager(beides auf Mineralöl ausgelegt, kann funktionieren muß aber nicht) , Anlaufscheiben nachschleifen - die gibts in verschieden Stärken zu kaufen , usw...... weiterhin viel Spaß dabei!!
und guten 10W60 Rutsch , ich rutsche seit 22Jahren auf 20W50....bzw. im Winter auf 15W40
Verfasst: 1. Jan 2009, 15:45
von daniele
Wollte ja nur mal die Erfahrungen anderer hören.
Wo bekomme ich denn das 20W50????
Anlaufscheiben muss ich leider anpassen. Wenn ich STD einbaue, habe ich ein zu großes Spiel und wenn ich die nächte Größe mit +0,005" verwende, habe ich ein zu kleines Spiel.....
Verfasst: 1. Jan 2009, 16:08
von tseitz
daniele hat geschrieben:Wollte ja nur mal die Erfahrungen anderer hören.
Wo bekomme ich denn das 20W50????
.....
Hallo Daniele,
das gibts bei Ebay.
daniele hat geschrieben:
Anlaufscheiben muss ich leider anpassen. Wenn ich STD einbaue, habe ich ein zu großes Spiel und wenn ich die nächte Größe mit +0,005" verwende, habe ich ein zu kleines Spiel.....
Meine Meinung: Das wir nix

Du sparst jetzt 200€ um die KW schleifen zu lassen, die zahlst du in nem halben Jahr doppelt und dreifach wieder drauf weil du wieder zerlegen musst.
Lass es professionell machen wenn du einen guten Motor haben möchtest.
Frohes neues Jahr! Thomas
Verfasst: 1. Jan 2009, 18:15
von Reinald
Hallo Daniele,
a) Plastigauge ist IMHO Unsinn -- lieber mit Innenmeßuhr und Bügelmessschraube messen
b) Für einen Motor im Strassenbetrieb würde ich immer an die untere Toleranzgrenze gehen - größer werden die Toleranzen im Laufe des Motorlebens von alleine
c) Du kannst bei den Anlaufscheiben auch mischen - die stärkere lege ich denn immer auf die Kupplungsseite, weil die ohnehin mehr verschleisst
d) 10W60 - kann man Problemlos fahren. Das mit dem "spülen" ist allerdings Unsinn, der sich offenbar immer noch hält. Das man damit keine Probleme mehr mit Pittings bei den Stösseltassen hätte, halte ich allerdings für ein Gerücht. Das liegt eher am Material der Stösselbecher, dem Zusammenbau, der Verwendung von NW-Montageöl oder Montagepaste, dem Einlaufen/Einfahren des Motors, der Härte der Ventilfedern, und vielen anderen Faktoren.
my 2 cents,
Reinald
Verfasst: 2. Jan 2009, 14:37
von daniele
Servus Reinald,
vielen dank für die Tips....
Dann werde ich das mal mit den Anlaufscheiben so versuchen und mal messen. Hab ja STD & +0,005" neu da....
Gruß Daniele
Motoren überholen...
Verfasst: 2. Feb 2009, 00:30
von Frank Walch
So und jetzt komme ich:
ich bekenne, ich verstehe von Motorenüberholung rein gar nichts. Die letzten zwei Seiten mit Beiträgen waren für mich spanisch, mein Neid
a) so was zu können
b) die Zeit zu haben (habe zwei kleine Buben und eine Frau... )
ist übergroß... aber is' leider nicht drin'.
Und jetzt ? Mein Motor (spitfire 1500) ist auch bald dran und dann ?
Zu Marke und Ertel schicken und general überholen lassen ? Oder kennt jemand eine bessere Adresse, in meinem 'Wahn' vielleicht sogar in Bayern ?
Help ! Oder:
LG,
Frank.