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Verfasst: 16. Nov 2008, 12:12
von tseitz
Joerg hat geschrieben:
Ach ja, Edelstahl ist nicht poröser als Eisen. Schau mal die Oberfläche eines Edelstahlrohrs und die deines Graugussblocks an. Das dürfte alles klären...
Und das Rohr in der Ansaugbrücke bekommt keine Risse, weil sich die Brücke mit dem Motor bewegt und der Anschluss zum Heizungsventil mittels flexiblem Gummischlauch nur mininmale Kraft auf das Rohr ausübt.
Gruß
Jörg
Hi Jörg,
also eine Eisenschraube M16 kann ich mit 2 Ringschlüsseln nicht abreißen, eine aus Edelstahl sehr wohl. Das bezieht sich mehr auf die Wasserrückleitung unten aus dem WaPu Gehäuse. Eine Seite ist fix, eine recht locker. Da wirkt eben ständige Bewegung ein. Von Grauguß hatte ich in diesem Bezug nicht gesprochen.
Warum sonst wird Edelstahl wohl nicht (oder nur erheblich überdimensioniert) im konstruktiven Stahlbau verwendet?
- mangelnde Stabilität
- erhöhte Gefahr eines Materialbruchs
Genau deshalb hat auch eine Edelstahlschraube im Fahrwerk oder sonstigen tragenden Teilen eines Autos nix verlohren.
Viele Grüße Thomas
Verfasst: 16. Nov 2008, 12:15
von tseitz
Verfasst: 16. Nov 2008, 15:10
von Joerg
Rorei hat geschrieben:Joerg hat geschrieben:Dagegen ist die Mischung aus Kupfer (Kühler, Heizungswärmetauscher) und Alu (Thermostatgehäuse, Heizungsventil) viel brisanter.
genau, und nicht zu vergessen die hochbrisante Zylinderkopfdichtung aus Kupfer.
Hallo Roland,
was ich damit sagen wollte: trotz dieses Materialmixes gibt es bei Verwendung eines ordentlichen Kühlerfrostschutzes keine Korrosion. Deshalb ist die Verwendung von ein bisschen Edelstahl ebenfalls unbedenklich.
Grüße
Jörg
Verfasst: 16. Nov 2008, 15:21
von Joerg
tseitz hat geschrieben:Joerg hat geschrieben:
Ach ja, Edelstahl ist nicht poröser als Eisen. Schau mal die Oberfläche eines Edelstahlrohrs und die deines Graugussblocks an. Das dürfte alles klären...
Und das Rohr in der Ansaugbrücke bekommt keine Risse, weil sich die Brücke mit dem Motor bewegt und der Anschluss zum Heizungsventil mittels flexiblem Gummischlauch nur mininmale Kraft auf das Rohr ausübt.
Gruß
Jörg
Hi Jörg,
also eine Eisenschraube M16 kann ich mit 2 Ringschlüsseln nicht abreißen, eine aus Edelstahl sehr wohl. Das bezieht sich mehr auf die Wasserrückleitung unten aus dem WaPu Gehäuse. Eine Seite ist fix, eine recht locker. Da wirkt eben ständige Bewegung ein. Von Grauguß hatte ich in diesem Bezug nicht gesprochen.
Warum sonst wird Edelstahl wohl nicht (oder nur erheblich überdimensioniert) im konstruktiven Stahlbau verwendet?
- mangelnde Stabilität
- erhöhte Gefahr eines Materialbruchs
Genau deshalb hat auch eine Edelstahlschraube im Fahrwerk oder sonstigen tragenden Teilen eines Autos nix verlohren.
Viele Grüße Thomas
Hallo Thomas,
meinst du mit "Eisenschraube" eine aus Stahl? Welche Festigkeitsklasse?
Die Wasserrückleitung ist übrigens auf beiden Seiten fest. Am hinteren Ende ist eine Lasche angeschweißt, die am Stehbolzen vom Auspuffkrümmer festgeschraubt wird.
Und Edelstahl wird hauptsächlich aus einem Grund selten im konstuktiven Stahlbau eingesetzt: 3x höherer Preis als Baustahl!
Grüße
Jörg
Verfasst: 16. Nov 2008, 15:57
von tseitz
Joerg hat geschrieben:Hallo Thomas,
Die Wasserrückleitung ist übrigens auf beiden Seiten fest. Am hinteren Ende ist eine Lasche angeschweißt, die am Stehbolzen vom Auspuffkrümmer festgeschraubt wird.
Wenn ich ein gebogenes Rohr an den Endpunkten befestige, ist das noch lange nicht fest, eher fixiert. Vibrationen kommen hier doch durch. Für eine "Besfestigung" benötigt man mind. 3 Fixpunkte.
Joerg hat geschrieben:
Und Edelstahl wird hauptsächlich aus einem Grund selten im konstuktiven Stahlbau eingesetzt: 3x höherer Preis als Baustahl!
Grüße
Jörg
Ja, stimmt, dieser Mehrpreis kommt auch durch den höheren Materialaufwand zustande. Habe früher im Stahlbau gearbeitet. Dort war Edelstahl in vibrationsgefährdeten Umgebungen wg Rissanfälligkeit ausdrücklich verboten.
Sicher gibt es Legierungen die fester und weniger anfällig sind, dann aber richtig teuer und sicher weder im Baumarkt noch bei Teilen von BausL zu haben.
Gruß Thomas
Verfasst: 16. Nov 2008, 16:00
von MKIII
Joerg hat geschrieben:....meinst du mit "Eisenschraube" eine aus Stahl? Welche Festigkeitsklasse?
Die Wasserrückleitung ist übrigens auf beiden Seiten fest. Am hinteren Ende ist eine Lasche angeschweißt, die am Stehbolzen vom Auspuffkrümmer festgeschraubt wird.
Und Edelstahl wird hauptsächlich aus einem Grund selten im konstuktiven Stahlbau eingesetzt: 3x höherer Preis als Baustahl!
.....
So ähnlich wollte ich das auch grad schreiben, wurd mir aber doch zu lang.
WIll man aus optischen Gründen (oder wegen der Korrosionseigenschaften) aber Edelstahl verwenden wird konstruktiv die geringere Festigkeit mit eingerechnet
Auf Edelstahlschrauben steht übrigens auch die Festigkeitsklasse drauf 70 bzw 80. Heist, die Schraube hat dann 70 bzw 80% der vergleichbaren Stahlschraube der Festigkeitsklasse 8.8
Wenn also jemand seine Fahrwerksschrauben erneuert und verwendet anstatt 8.8er nur welche der Festigkeitsklasse 6.4 oder gar 4.6.........tja dann wär er mit Edelstahl besser dran- Obwohl es da auch noch andere Werte wie Dehngrenze, Wechselfestigkeit usw gibt die es zu beachten gibt.
Also, bei tragenden Teilen nur auf das Original vertrauen.

Verfasst: 16. Nov 2008, 20:09
von Races
We are running slightly OffTopic ...
Ich habe mir jetzt erst einmal den Bypass ( also das Rücklaufrohr welches unter dem Ansaugkrümmer zur Wasserpumpe geht ) in Edelstahl bestellt. Die Leitung im Ansaugkrümmer bearbeite ich diesen Winter auf alle Fälle auch noch ...
Verfasst: 14. Dez 2008, 13:20
von Very British
Mahlzeit die Herren Schrauber,
ich habe eine Frage, die ganz gut hier rein passt:
Nach einem Motortausch musste ich beim ersten Start feststellen, dass Kühlwasser auf den Krümmer, bzw. das Auspuffrohr tropt (das gibt übrigens eine ganz ordentliche Nebelwand...). Ich habe dann festgestellt, dass die Ansaugbrücke einen Riß hat und zwar in dem Bereich, in dem man den Schlauch aufsteckt (siehe Bild).
Hat das schon mal jemand dauerhaft repariert oder bleibt hier auch nur die Variante, ein neues Rohr einzuziehen?
Grüße,
Thorsten
Verfasst: 14. Dez 2008, 14:01
von Races
Da vorn ist der Riß aber gemein ! Ob man das zuschweißen bzw. löten kann ? Ich denke aber ein neues Rohr wäre dauerhaft die beste Lösung ! Ich bin gerade dabei dieses Rohr in Edelstahl zu besorgen. Falls Du Interesse hast schreib mir eine PN und ich besorge Dir eins mit ...
Verfasst: 14. Dez 2008, 14:01
von Dani Senn
Klar kann man das Rohr ersetzen, vorausgesetzt man ist eingerichtet, oder kennt jemanden der jemanden kennt, ist es nur der kleine Riss der zu sehen ist, würde ich es allerdings nur zulöten mit Hartlot.
Verfasst: 14. Dez 2008, 14:04
von Rorei
Hallo Thorsten,
natürlich läßt sich so ein Riss schweißen ( mit WIG ) wenn noch genügend Material zur Verfügung steht, das ist jedoch meistens nicht so denn sonst wäre das Rohr nicht gerissen. Ich rate dir ein neues Rohr ein zu ziehen und du hast die nächsten 30 Jahre Ruhe, habe ich übrigens auch so gemacht.
Gruß Roland
Verfasst: 14. Dez 2008, 15:04
von Very British
Hallo zusmmen und danke für die schnellen Antworten.
Ich bin auch eher für die Variante mit dem Rohr, man weiß nie, wo das Teil sonst noch reißt...
@Races: Ich wohne neben einem Installateur, da fällt so ein Rohr vielleicht sogar "einfach so" ab. Ich wäre Dir trotzdem dankbar, wenn Du mir die Wandstärke mitteilen könntest, die Du verwendest.
Komme ich irgendwie ums aufbohren rum? Hat jemand Erfahrung mit einem kleineren Innendurchmesser gemacht?
Danke,
Thorsten
Verfasst: 14. Dez 2008, 15:11
von Races
Ich will das Teil in England bestellen. Keine Ahnung welche Materialstärke die verwenden. Aber es wird schon keinen Rolle aus 2 - lagiger Alufolie sein ...
Vernünftig gemacht ist es meiner Meinung nach nur wenn man das alte Rohr ausbohrt und dann das neue einsetzt ... einen kleineren Innendurchmesser würde ich mir klemmen. Dann stimmt die Menge zirkulierenden Wassers nicht mehr ...
Verfasst: 14. Dez 2008, 17:33
von Rorei
Races hat geschrieben:
Vernünftig gemacht ist es meiner Meinung nach nur wenn man das alte Rohr ausbohrt und dann das neue einsetzt ... einen kleineren Innendurchmesser würde ich mir klemmen. Dann stimmt die Menge zirkulierenden Wassers nicht mehr ...
Hallo Races,
das alte Rohr ausbohren ist schwieriger als man denkt denn der Bohrer verläuft wenn er an einer Stelle das alte Rohr durchbricht. Es ist daher besser, nur auf den Durchmesser des neuen Rohres auszubohren ( Rost und Dreck entfernen ) und ein frisches Rohr mit 2 K-Kleber einzukleben. Die geringfügige kleinere Durchflussmenge kann man sich schenken. Wichtig ist nur, nach dem Einkleben das neue Rohr vorne und hinten mit einem Konus aufzuweiten damit der Schlauch trotz Schelle nicht runter rutschen kann.
Gruß Roland
Verfasst: 17. Dez 2008, 18:17
von Very British
Hallo Roland,
da bin ich ganz Deiner Meinung. Denn nach dem alten Bernoulli fließt das Kühlwasser in dem dünneren Rohr einfach schneller (kleinerer Querschnitt -> größere Geschwindigkeit); damit bleibt der Volumenstrom konstant (sonst würde das System ja platzen...).
Ich probier's ohne Aufbohren, wenn's schief geht verkünde ich's reumütig im Forum
Gruß,
Thorsten