Temperaturprobleme vom Overdrive

Alles rund um die hohe Kunst der Schaltakrobatik sowie Instandsetzung der Getriebeeinheit und Achsen
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Reiner
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Temperaturprobleme vom Overdrive

Beitrag von Reiner »

Hallo an Alle,

so schönes Wetter und mein OD zwingt mich schon wieder ūber die Technik mir Sorgen zu machen. Konkret sieht's so aus:

Mein D-Type OD schaltet im kalten Zustand völlig einwandfrei. Druck liegt bei 39 Bar, Elektrik und Solenoid funktionieren perfekt. Wenn der Motor warm wird, also so nach 3 km, wird der Schltvorgang zunehmend zäh. Wenn im kalten Zustand das OD auch bei 2000 Touren einwandfrei schaltet wird's je wärmer der Motor wird immer schlechter. Auf der Autobahn kriege ich dann den OD ohne schleifen bei ca. 3500 bis 3800 Touren noch geschaltet. Wenn er drin ist geht's ohne Schlupf bis so ca. 2800 Touren runter. Darunter fängt er dann an zu schlupfen.

Öl ist Gastrol SAE 80W 90 API GL4. Dies hab ich inzwischen mehrfach ohne Befund gewechselt.

Da ich in 14 Tagen gerne in den Urlaub starten wūrde, Gehen meine Ūberlegungen in Richtung Ūberdruckventil.

Habt Ihr eine Idee?????
VG Reiner
Moritz
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Re: Temperaturprobleme vom Overdrive

Beitrag von Moritz »

Dieses Problem hatte ich auch mal, bei mir war dann ein feines Pinselhaar schuld welches die Kugel daran hinderte hundertprozentig zu schliessen um im warmen Zustand noch genug Druck aufzubauen. Kalt lief das OD bestens. aber kaum hatte ich so um die 10 km gefahren gings mir wie Dir. Ich würde deswegen erst mal alle Ventile kontrollieren. Grüße Peter
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Reiner
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Re: Temperaturprobleme vom Overdrive

Beitrag von Reiner »

Dies ist übrigens die Fortsetzung vom 10.10.2010:

siehe http://212.114.241.27/phpBB3/viewtopic.php?f=4&t=3964

Vielen Dank Peter,

dies könnte ein Grund sein. Werde dies mal prüfen und vielleicht noch einen Drucktest mit warmen OD machen. Aus- und Einbau vom Getriebetunnel geht inzwischen ja blind. Vielleicht kann es auch noch an dem Druckventil liegen, Auch das werde ich mal prüfen.
VG Reiner
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Reiner
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Overdrive die 37ste oder ich weiß nicht so recht weiter

Beitrag von Reiner »

so, liebe Freunde, bald ist es so weit, ich verscherble das sch.. Teil bei der E-Bucht oder geb's dem Trödel.

die Facts: heute war die mit Spannung erwartete Probefahrt mit Druckmessung. Folgende Ergebnisse gibt's:
:-vh :-vh
alle Drücke sind im direkten / vierten Gang gemessen, wegen der Vergleichbarkeit gebe ich nur je nur die Drehzahl an.

kalter Zustand:
2000 U/min - 100 psi
3000 U/min - 100 psi

mit OD:
2000 U/min - 400 psi
3000 U/min - 500 psi

warmer Zustand:
2000 U/min - 50 psi
3000 U/min - 70 psi

mit OD:
2000 U/min - 200 psi
3000 U/min - 300 psi

was mir noch auffällt: Das OD wird im hinteren Bereich extrem warm, während das Getriebe vorne auch nach 10 Meilen Fahrt nur handwarm wird. Ölstand ist auf Maximum. Das OD fängt bei 140 psi an zu schalten, da sich der Druck im warmen Zustand nicht wirklich erhöht schaltet es natürlich extrem weich und hat dann auch erheblich Schlupf.

Habt Ihr gute Ideen die unseren Urlaub mit Spiti noch retten????
VG Reiner
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Reiner
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Nachtrag zu eben

Beitrag von Reiner »

besonders komisch ist: im Herbst war die Situation mit gleichem Öl der Druck im kalten Zustand bei 39 bar. Bisher zurückgelegte Gesamtstrecke - 200 Meilen.

Ich hoffe auf Euch!
VG Reiner
Daniel

Re: Temperaturprobleme vom Overdrive

Beitrag von Daniel »

39 Bar entsprächen 565.644 Psi, ... sicher????
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Reiner
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Re: Temperaturprobleme vom Overdrive

Beitrag von Reiner »

Daniel hat geschrieben:39 Bar entsprächen 565.644 Psi, ... sicher????
ja, gem Werkstatthandbuch 37,9 bis 39,6 kg/cm. Manometer geht bis 40 bar, bzw. 600 psi. Im Herbst baute sich der Druck im kalten Zustand so gigantisch schnell auf, dass ich dachte, alles ist gut. Ganz im Gegensatz zu heute, nur 200 Meilen später... :-vh
VG Reiner
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Reiner
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puuuuuhhhhhhhh, geschafft !!!!!!

Beitrag von Reiner »

So, liebe Freunde des englischen Blechs, da mir leider niemand so richtig helfen konnte, habe ich nun am Wochenende noch einmal alles durchprobiert.
1. Überdruckventil mit Unterlegscheibe etwas auf die Sprünge geholfen. Dies brachte erstaunlicherweise gar nichts! Na, klar steht ja auch in einem Volvoforum, die das Problem. ebenfalls behandeln.
2. Ölwechsel, Filter kontrolliert, Öl durchs Sieb gegossen, Magnetische Ablassschraube beäugt. Alles ohne wirklichen Befund.
3. Steuerventil ausgebaut und unter die Lupe genommen. Und dann kam wieder einmal das originale Werkstatthandbuch zum Einsatz. Hier liest der geneigte Triumph Fahrer, dass man die Passung zur Kugel ggf. mit dem Hammer und einigen gezielten Schlägen nachformen kann. So hab ich das Ventil zunächst erst mal geplant, dann auf der Standbohrmaschine gaaaannz vorsichtig im Sitz nachgearbeitet. Ergebnis der Mühe: Beim Durchblasen hielt die Kugel nun dem Druck stand und lag perfekt in der kleinen Bohrung des Ventils. Einbau und Probefahrt ergeben: Druck ungeschaltet kalt/warm bei 100/50 psi. Also kein Veränderung. Sobald man jedoch den OD schaltet baut sich der Öldruck sehr schnell auf und erreicht kalt ca. 600 psi oder 40 bar. Dies kann man auf Grund des stark zitternden Zeigers des Manometers nicht so genau während der Fahrt erkennen. Bei warmem Öl geht's je nach Drehzahl bis zu ca. 550 psi oder 38 bar.

Der OD schaltet oberhalb von 3500 U/min so schnell und hard, dass ich wohl besser min Gas wegnehme oder kurz auskuppeln sollte. Zwischen 2000 und 3500 U/min geht's auch ohne kuppeln.

Also hat sich die ganze Mühe nun am Ende gelohnt und ich hoffe mit meinen Beiträgen den zukünftig am OD bauenden Spittifahrer geholfen zu haben. Jetzt drückt mir mal die Daumen, für einen Urlaub mit gaaaanz viel Overdrivefahren. Man ist das geil !!!!!! :D

P.S. Das zur Druckprüfung nötige mit Öl gedämpfte Manometer kostet beim Hydraulikbauer mit allen nötigen Abschlussteilen so ca. 60 bis 70 Euro (Schreibfehler geändert 16.5.2011)
Zuletzt geändert von Reiner am 16. Mai 2011, 16:13, insgesamt 1-mal geändert.
VG Reiner
Daniel

Re: Temperaturprobleme vom Overdrive

Beitrag von Daniel »

danke für's Resultate-posten, ... wieder was gelernt :-) Viel Spaß beim "Overdriven" :top:
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