Kupplungsnehmerzylinder
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OldSport
Kupplungsnehmerzylinder
Hi,
ich hab neulich feststellen müssen, dass mein Kupplungspedal durchfällt... Nachdem das Reservoir fast leer war, hab ich mich -- auch dank des Forums -- auf Fehlersuche gemacht. Am Geber scheint alles okay zu sein, zumindest war nichts runtergelaufen etc. Dann eines Tipps hier hab ich ein wenig nachgefüllt, meine Frau hat gekuppelt, ich hab den Pegel im Reservoir beobachtet -- fällt nach loslassen. Also Nehmerzylinder ausgebaut. Soweit, so gut. Nun die Frage:
Ich hab das Teil gründlich gereinigt und die Dichtungen getauscht. Jetzt habe ich gesehen, dass die Innenseite des Zylinders eine Art "Verätzungsspur hat", die sich über die Kappe fortsetzt. Ich vermute mal, dass da mal was undicht war und dass dies auch der Grund ist, warum meine Flüssigkeit fast leer war und die Kupplung nicht geht.
Diese "Ätzspur" ist aber im Innern des Zylinders nur in dem Bereich, in dem der Kolben läuft; sprich, ab da, wo die Manschette in Richtung Leitung den Zylinder dichtet, ist alles prima und glatt. Der Kolben ist an der Außenseite auch prima.
Was meint ihr: lohnt es sich, das Teil wieder einzubauen oder soll ich gleich nen neuen Nehmer kaufen? ich würde gerne das Original behalten, weil is ja eigentlich immer besser. Wie schnell sehe ich denn, ob das Ding undicht ist? Offenbar hat sich der Fehler nämlich "eingeschlichen"; hatte beim Kauf meines Spit überhaupt keine Probleme mit der Kupplung, im Gegenteil, die war sogar ziemlich knackig, fast wie die von meinem Alltagsauto...
Sorry, ich texte schon wieder zu lange, wäre trotzdem froh, wenn das wer liest und mir einen Tipp geben könnte.
Danke und Grüße,
Christian
ich hab neulich feststellen müssen, dass mein Kupplungspedal durchfällt... Nachdem das Reservoir fast leer war, hab ich mich -- auch dank des Forums -- auf Fehlersuche gemacht. Am Geber scheint alles okay zu sein, zumindest war nichts runtergelaufen etc. Dann eines Tipps hier hab ich ein wenig nachgefüllt, meine Frau hat gekuppelt, ich hab den Pegel im Reservoir beobachtet -- fällt nach loslassen. Also Nehmerzylinder ausgebaut. Soweit, so gut. Nun die Frage:
Ich hab das Teil gründlich gereinigt und die Dichtungen getauscht. Jetzt habe ich gesehen, dass die Innenseite des Zylinders eine Art "Verätzungsspur hat", die sich über die Kappe fortsetzt. Ich vermute mal, dass da mal was undicht war und dass dies auch der Grund ist, warum meine Flüssigkeit fast leer war und die Kupplung nicht geht.
Diese "Ätzspur" ist aber im Innern des Zylinders nur in dem Bereich, in dem der Kolben läuft; sprich, ab da, wo die Manschette in Richtung Leitung den Zylinder dichtet, ist alles prima und glatt. Der Kolben ist an der Außenseite auch prima.
Was meint ihr: lohnt es sich, das Teil wieder einzubauen oder soll ich gleich nen neuen Nehmer kaufen? ich würde gerne das Original behalten, weil is ja eigentlich immer besser. Wie schnell sehe ich denn, ob das Ding undicht ist? Offenbar hat sich der Fehler nämlich "eingeschlichen"; hatte beim Kauf meines Spit überhaupt keine Probleme mit der Kupplung, im Gegenteil, die war sogar ziemlich knackig, fast wie die von meinem Alltagsauto...
Sorry, ich texte schon wieder zu lange, wäre trotzdem froh, wenn das wer liest und mir einen Tipp geben könnte.
Danke und Grüße,
Christian
- superspitchris
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Re: Kupplungsnehmerzylinder
Ist der Zylinder aus Alu? Wenn ja
entsorgen. Ist er aus Grauguss und die Spur nicht zu tief, kann man den Hohnen, dann funzt es meist wieder. Neue Graugusszylinder gibts bei www.jamespaddock.co.uk
Gruss Chris
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Re: Kupplungsnehmerzylinder
Hi,
danke für den Link! Ne, kein Alu. Wobei wie gesagt die Spur nur im "trockenen" Teil des Zylinder ist und exakt an der Stelle aufhört, wo die Gummimanschette dichtet. Hätte gern ein Bild gemacht, geht aber schlecht... Soll ich in jedem Fall was dran machen lassen?
Die Kappe is Alu und die is echt schon ziemlich fertig... Macht das was?
Wie immer vielen Dank,
Christian
danke für den Link! Ne, kein Alu. Wobei wie gesagt die Spur nur im "trockenen" Teil des Zylinder ist und exakt an der Stelle aufhört, wo die Gummimanschette dichtet. Hätte gern ein Bild gemacht, geht aber schlecht... Soll ich in jedem Fall was dran machen lassen?
Die Kappe is Alu und die is echt schon ziemlich fertig... Macht das was?
Wie immer vielen Dank,
Christian
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rilling
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Re: Kupplungsnehmerzylinder
Auf die Schnelle (der liebe Spiti soll wahrscheinlich bewegt werden) würde ich mir für nen Appel und en Ei einen neuen kaufen (die kosten nicht die Welt).
Den alten jedoch nicht wegwerfen (und auch keine Teile davon), sondern in aller Ruhe aufarbeiten.
Der wird bestimmt nächstes Jahr wieder gebraucht.....
Viel Glück und viele Grüße
Peter
Den alten jedoch nicht wegwerfen (und auch keine Teile davon), sondern in aller Ruhe aufarbeiten.
Der wird bestimmt nächstes Jahr wieder gebraucht.....
Viel Glück und viele Grüße
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Daniel
Re: Kupplungsnehmerzylinder
ich weiss ja nicht, wie Ihr das macht, aber "auf die Schnelle" hab ich schneller nen Nehmerzylinder überholt, als nen neuen gekauft. Das ist nun wirklich kein Hexenwerk und man benötigt noch nicht mal spezielles Werkzeug.
- superspitchris
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Re: Kupplungsnehmerzylinder
Welche Kappe Ist aus Alu????? Am Nehmerzylinder gibts keine Alukappe........du meinst vielleicht den Geberzylinder, also den der neben dem Hauptbremszylinder sitzt? Kann man schon überholen, ich hab aber auch schon oft erlebt, dass das trotdem nicht gefunzt hat hinterher, Versuch macht kluch
Gruss Chris
Gruss Chris
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Re: Kupplungsnehmerzylinder
Servus,
danke für die Antworten!
Erstmal muss ich mich entschuldigen, die Kappe ist nicht Alu, wie mir aufgefallen war, peinlicher Patzer, Asche auf mein Haupt
Ich meine schon den Nehmer. Mit "Kappe" meinte ich das Teil, was man wegbaut, um an das Innenleben des Zylinders zu kommen. Sorry, wollte keine Verwirrung stiften.
Hab den Nehmer mittlerweile überholt, sprich: sauber gemacht im Innern, Dichtungen getauscht, wieder zusammengesetzt. Ich hab halt nur Bedenken wegen:
dieser komischen "Ätzstelle" (wie kann sowas zustande kommen? Flüssigkeit an der Manschette vorbei nach vorne gelaufen? Wie gesagt: unterhalb der Manschette is alles okay...). Und die "Kappe" (die aus Nicht-Alu...
) ist auch ein wenig in Mitleidenschaft, sprich: sie ist ein wenig unrund.
Aber wenn ich das Teil einsetz, Leitung fülle, entlüfte, dann müsste ich doch relativ schnell merken, wenn die Hydraulik undicht ist, oder? Oder mach ich mir da unnötig Arbeit?
Dane und Grüße,
Christian
PS: Der Geber ist total in Ordnung, da suppt gottseidank nix raus
danke für die Antworten!
Erstmal muss ich mich entschuldigen, die Kappe ist nicht Alu, wie mir aufgefallen war, peinlicher Patzer, Asche auf mein Haupt
Ich meine schon den Nehmer. Mit "Kappe" meinte ich das Teil, was man wegbaut, um an das Innenleben des Zylinders zu kommen. Sorry, wollte keine Verwirrung stiften.
Hab den Nehmer mittlerweile überholt, sprich: sauber gemacht im Innern, Dichtungen getauscht, wieder zusammengesetzt. Ich hab halt nur Bedenken wegen:
dieser komischen "Ätzstelle" (wie kann sowas zustande kommen? Flüssigkeit an der Manschette vorbei nach vorne gelaufen? Wie gesagt: unterhalb der Manschette is alles okay...). Und die "Kappe" (die aus Nicht-Alu...
Aber wenn ich das Teil einsetz, Leitung fülle, entlüfte, dann müsste ich doch relativ schnell merken, wenn die Hydraulik undicht ist, oder? Oder mach ich mir da unnötig Arbeit?
Dane und Grüße,
Christian
PS: Der Geber ist total in Ordnung, da suppt gottseidank nix raus
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Daniel
Re: Kupplungsnehmerzylinder
Hi Christian, ...
nur auseinandernehmen, reinigen und wieder zusammensetzen bringt m.E. nichts. Wenn der Nehmer undicht ist, so suppt es zwischen Gummilippe und Zylinderwand durch. Das kann a) daran liegen, dass die Gummilippe rissig ist, oder b) die Zylinderwand Riefen oder Furchen hat.
Ich nehme dazu einen alten Drahtkleiderbügel und Knipse mir da ein Stück ab. Das stecke ich dann in den Akkuschrauber, und biege vorne ne Ecke um, in die ich dann 800'er Schleifpapier einklemme. Dann mit dem Ding rotierenderweise ab in den Zylinder und gleichmässig hoch und runtergeschliffen. Danach dann noch mal statt Schleifpapier nen Stück Stoff in den "Bügel", mit etwas Polierpaste nacharbeiten.
Vorübergehend kannst Du als Dichtlippenersatz auch ein Stück Gartenschlauch verwenden, das hält aber nicht lange, da schon lieber nen "Überholsatz". M.E: definitv die bessere Lösung, als der ganze nachbauschrott.
nur mal so, Daniel
nur auseinandernehmen, reinigen und wieder zusammensetzen bringt m.E. nichts. Wenn der Nehmer undicht ist, so suppt es zwischen Gummilippe und Zylinderwand durch. Das kann a) daran liegen, dass die Gummilippe rissig ist, oder b) die Zylinderwand Riefen oder Furchen hat.
Ich nehme dazu einen alten Drahtkleiderbügel und Knipse mir da ein Stück ab. Das stecke ich dann in den Akkuschrauber, und biege vorne ne Ecke um, in die ich dann 800'er Schleifpapier einklemme. Dann mit dem Ding rotierenderweise ab in den Zylinder und gleichmässig hoch und runtergeschliffen. Danach dann noch mal statt Schleifpapier nen Stück Stoff in den "Bügel", mit etwas Polierpaste nacharbeiten.
Vorübergehend kannst Du als Dichtlippenersatz auch ein Stück Gartenschlauch verwenden, das hält aber nicht lange, da schon lieber nen "Überholsatz". M.E: definitv die bessere Lösung, als der ganze nachbauschrott.
nur mal so, Daniel
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Re: Kupplungsnehmerzylinder
Hi Daniel,
cooler Tipp, danke! Ich hab den Überholsatz schon verbaut, sprich neue Dichtungen sind drin. Den Zylinder an sich hatte ich innen einfach mit Stahlwolle vom Dreck befereit. Die Sache mit dem Bügel werd ich mal probieren - Respekt für die Idee
dass die Kappe nicht mehr so dolle is, macht nix, oder? Wie du schon gesagt hast, ich will so wenig Nachbau wie möglich verbauen...
Danke und eine ruhige Nacht,
Christian
cooler Tipp, danke! Ich hab den Überholsatz schon verbaut, sprich neue Dichtungen sind drin. Den Zylinder an sich hatte ich innen einfach mit Stahlwolle vom Dreck befereit. Die Sache mit dem Bügel werd ich mal probieren - Respekt für die Idee
dass die Kappe nicht mehr so dolle is, macht nix, oder? Wie du schon gesagt hast, ich will so wenig Nachbau wie möglich verbauen...
Danke und eine ruhige Nacht,
Christian
- marc
- Überflieger
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- Registriert: 11. Sep 2006, 14:35
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Re: Kupplungsnehmerzylinder
Die Riefen entstehen weil der Kolben "kippt", der Kolben hat einfach zuviel Spiel im Zylinder (beim Geberzylinder ist das gleiche Problem). Tipp: In den Kolben eine Nut drehen und einen O-Ring einlegen, das ganze mit Bremsenfett wieder einsetzen. Nie wieder Probleme!
Man kann den Kolben in der Bohrmaschine einspannen (wenn der Dichtgummi ab ist) und die Nut mit einer Feile einschleifen, da der Kolben immer Alu ist geht das ziemlich leicht. Ich nehme 1,5mm O-Ringe, die Nut setze ich ca. 5mm hinter die vordere Kante. Die Nut muss gut 1,45 mm tief sein, bzw. der O-Ring darf nur minimal überstehen. Dann sind auch Alunehmerzylinder (wie auch der Geber immer ist) kein Schrecken. Das Problem mit dem Alu entsteht nur durch unsachgemäße Montage. Der Bolzen in der Klemme (der den Zylinder in Position hält) wird so angeknallt, dass er oval (und undicht) wird. Beim Guss ist das ungleich schwerer.
Bitte nicht bei der Bremse machen, da hier keine Tellerfedern eines Kupplungsautomaten mit zig Kilo den Kolben im Nehmerzylinder zurückdrücken. Hier sorgt nur die "Verbiegung" der Kastenprofile in den Bremssattelkolben und die Rückholfedern der Radbremzylinder für die Ausgangslage des Kolben im Geber.
Man kann den Kolben in der Bohrmaschine einspannen (wenn der Dichtgummi ab ist) und die Nut mit einer Feile einschleifen, da der Kolben immer Alu ist geht das ziemlich leicht. Ich nehme 1,5mm O-Ringe, die Nut setze ich ca. 5mm hinter die vordere Kante. Die Nut muss gut 1,45 mm tief sein, bzw. der O-Ring darf nur minimal überstehen. Dann sind auch Alunehmerzylinder (wie auch der Geber immer ist) kein Schrecken. Das Problem mit dem Alu entsteht nur durch unsachgemäße Montage. Der Bolzen in der Klemme (der den Zylinder in Position hält) wird so angeknallt, dass er oval (und undicht) wird. Beim Guss ist das ungleich schwerer.
Bitte nicht bei der Bremse machen, da hier keine Tellerfedern eines Kupplungsautomaten mit zig Kilo den Kolben im Nehmerzylinder zurückdrücken. Hier sorgt nur die "Verbiegung" der Kastenprofile in den Bremssattelkolben und die Rückholfedern der Radbremzylinder für die Ausgangslage des Kolben im Geber.
Viele Grüße
Marc

Marc

- superspitchris
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- Registriert: 6. Sep 2006, 12:18
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Re: Kupplungsnehmerzylinder
nochmal zum Nachbauschrott: Deshalb hatte ich gefragt ob er nen Aluzylinder hat, diese laufen nämlich Oval und sind dann unreparierbar. Original sind das Graugusszylinder, die sind fast immer rettbar, es sei denn sie haben tiefe Korrosionsnarben
Grüsslis Chris
Grüsslis Chris
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Re: Kupplungsnehmerzylinder
Hi Chris,
danke, dann bin ich ja mal vorsichtig optimistisch und werde die Innenseite mal glätten (lassen) und dann hoffen, das alles wieder gut wird.
Danke an alle und Grüße,
Christian
danke, dann bin ich ja mal vorsichtig optimistisch und werde die Innenseite mal glätten (lassen) und dann hoffen, das alles wieder gut wird.
Danke an alle und Grüße,
Christian