Drosseklappenwelle wechseln-was beachten

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ecsdaehn@gmx.de
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Drosseklappenwelle wechseln-was beachten

Beitrag von ecsdaehn@gmx.de »

Hallo Zusammen,

moechte an meinen HS4 Vergasern die Drosselklappenwellen wechseln, sowie die Klappen an sich auf welche ofne "blow off" Ventil wechseln.

Was muss man Spezielles beachten oder ist es "nur" ale ausbauen, neue einbauen.. ( klar Position der Rueckholfeder).

habe bei dem Ueberholsatz auch 4 Stahlbuchsen, nehme mal an die dollen zwischen Gehaeuse und Wellen? ( also jede Seite eine)..Habe gesehen die sind geschlitzt und im Innendurchmesser etwas groesser als die Wellen.
Habe sie mal auf die Wellen gesteckt und (vorsichtig!!!) zusammengedrueckt das der Schlitz verschwunden war, es war aber immer noch ca. 0.25 mm Spiel der Welle in der Buchse vorhanden. Kann der Motor hier Nebenluft ziehen? Was ist das Toleranzmass der Drosselklappenwellen im Gehaeuse/den Buchsen damit der Motor keine Nebenluft zieht?

Danke und Gruss.
J.
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Brüchi
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Beitrag von Brüchi »

Hallo J.
Na, ja, soo einfach ist das Thema leider nicht.
Natürlich sollten nicht nur die Welle, sondern auch die Buchsen erneuert werden. Dabei gibt es z.B. das Problem, dass man mit "normalen" Hilfsmitteln die Bohrungen für die neuen Buchsen nur schwer ausrichten kann. Die neuen Buchsen müssen dann eingepresst werden und die neuen Wellen/Buchsen müssen dann aufeinander abgestimmt werden.
Auch für diese Arbeit braucht man Spezialwerkzeug.

Daher würde ich Dir raten, zumindest die Vergasergehäuse vom Spezialisten überholen zu lassen, z.B. bei www.m-m-t.de .

Zumindest etweas besser als ausgenudelte Vergaser wäre die billig-reparatur ( dies ist aber KEINE fachgerechte Überholung!) :

Alte Buchsen mit normalem Bohrer ( etwas größer als die neuen Buchsen) aufbohren. Neue Welle etwas einölen. Neue Buchsen mit Spritfestem 2- Komponentenkleber einkleben, dazu die neue Welle durch beide Buchsen schieben ( so "fluchten" die Buchsen ). Aushärten lassen. Ausgetretenen Kleber entfernen.
Restliches Spiel ignorieren (wird deutlich weniger sein als vorher).

Toleranzmass:kein Spürbares Spiel, wenn man dran wackelt !

P.S. Stahlbuchsen? die sollten eher aus einer Kupferlegierung sein...????

Grüßlis, Brüchi
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tseitz
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Beitrag von tseitz »

Hi J.,

ich fand die Lösung von Daniel gut:

http://www.triumph-spitfire.de/forumOpe ... c&start=15

Vorallem kann man das ganze super auf die ausgelutzschten Buchsen anpassen. Ich denke die Ringe brauchen ab und zu einen Tropfen Öl und gut ist.

Gruß Thomas
Speedman50

Beitrag von Speedman50 »

Hallo alle, :D

melde mich nur kurz rein, weil ich die Probleme auch schon hatte.

Stahlbuchsen kenne ich auch nicht, wenn dann Messing.

Ich habe die Daniel-Technik ausprobiert mit den O-Ringen und bin jetzt damit seit einem 1/2 Jahr unterwegs, ca. 3.000 km. Bis jetzt haben die Drosselklappenwellen kein Spiel. :top: Ob man die ölen soll, glaub ich eher nicht. Habs jedenfall nicht gemacht.

Wichtig wäre halt schon, neue Wellen zu verwenden. Bei eingelaufenen Wellen nützen auch die O-Ringe nichts. :wink:

Servus

Speedman
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interessant

Beitrag von ecsdaehn@gmx.de »

Sieht interessant aus…
Kurze frage an Daniel..
Hast Du die Nuten auf der Drehbank reingemacht oder “ von hand”, z.B. mit dem Dremel..?
Daniel

Beitrag von Daniel »

ich hab die Welle in den Akkubohrer eingespannt, und dann mit ner Schlüsselfeile die Nut da quasi reingefeilt (Welle dreht sich im Akkuschrauber) dauert nen Weilchen, weil man immer mal wieder Maß nehmen muss (am Gehäuse schauen, ob das mit dem O-ring eine saugende Passung ergibt). Zu spack dürfen die nicht sitzen, sonst geht die Welle nicht mehr leicht genug zurück.

:-) Viele Grüße,

Daniel
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Beitrag von ecsdaehn@gmx.de »

So, habe gestern mal die Klappe und Welle am ersten Vergaser gewechselt.
Die Welle war deutlich, an den Stellen wo sie gelagert war, eingelaufen - schaetze so 0.5 MM.
Es ist noch ganz geringes Spiel ( so max 0.1-0.2 mm) fuehlbar, denke aber mal ich werde die Loesung von Daniel probieren oder das Gehaeuse zum Ausbuchsen geben, da die zwar sehr sehr wenig spiel hat aber man zumindest an der Aussenseite sieht das auch die Lagerung oval ist-denke die Welle liegt nur noch an einem Teil des Gehaueses auf…

Unten noch mal ein Link zu den Stahlbuchsen die ich meinte, laut einer (recht kleinen) Expolsionszeichnung im Rep-Satz gehoeren die tatsaechlich (anstelle?!) der jetzigen Buchse zwischen Gehaeuse und Welle..da passt aber ohne Ausbohren nix und die sind denke ich von grenzwertigen Toleranzen ( hatte sogar mal in der Kueltruhe auf -20 Grad gebracht aber sogar dann war das spiel um die Welle viel zu gross-also kann auch nichts ins Gehaeuse fuer besseren Sitz “eingeschrumpft” werden). Also erst mal “Weitwurf damit”

http://cgi.ebay.co.uk/SU-HS4-Carburetto ... 286.c0.m14
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Jogi, HB
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Beitrag von Jogi, HB »

Sind die geschlitzt??
dann können das UNMÖGLICH Buchsen sein, diese würden durch den Schlitz Nebenluft ziehen.

Ich habe solche Buchsen schon einmal gesehen, diese wurden aber unter die Klemmschrauben vom Gestänge gesetzt.

Grüße
Jogi
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Rorei
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Beitrag von Rorei »

Hallo Jogi,
der Schlitz macht nichts aus wenn man es richtig macht. Die Bohrung für die Buchsen sollten so gewählt werden, das nach dem Einpressen der Schlitz zu ist.
Gruß Roland
Spiti-MK4-1300 ( Bj.73 ) und Vitesse MK1-Convertible ( Bj.67 ) www.rolands-triumph.de
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