Spiti läuft immer noch nicht.

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Jerry-NRW

Spiti läuft immer noch nicht.

Beitrag von Jerry-NRW »

Hallo Zusammen,
ich habe vor einiger Zeit schon mal das gleiche Problem angesprochen.
Kurze Info was das Problem war und immer noch ist.
Vergaserproblem, Motor springt nicht an, es handelt sich um einen 1500 von Bj. 1977.
Zündung, Steuerzeiten, Kompression ist in Ordnung.
Jetzt habe einen gebr. Vergaser gekauft, angebaut und siehe da, er sprang sofort an, er lief auch, aber sehr schlecht. Dann wollte ich ihn einstellen, habe ein bisschen an den Düsen gedreht, dass Gestänge eingestellt und Standgas ein wenig verändert. Ich wollte ihn nur grob einstellen und dann in eine Werkstatt bringen. So, jetzt kommts, der Motor lief gut, ich stellen ihn ab, am nächsten Tag wollte ich ihn wieder starten, ohne Erfolg. Ich habe die Düsen in sämtlichen Richtungen verdreht, ich habe das Gefühl, der Motor säuft ab. Die Kerzen sind immer nass, Wenn ich die Kerzen trocken mache, spingt er kurz an, nimmt aber kein Gas an und geht aus, dass wars dann.
Heute habe die Vergaser abgebaut, Schwimmernadelventile erneuert, alles gereinigt, die Düsen eine Umdr. rausgedreht, er ist mit choke sofort angesprungen, lief auch kurz, ging dann wieder aus, habe dann die Düsen weiter rausgedeht, 2 Umdr., nach einem Startversuch lief der Sprit aus den Vergasern und nichts passierte, Kerzen total nass.
Gibt es Vergaser, wo die Düsen nicht zu weit rausgedreht werden dürfen?
Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen, ich will nur das er läuft, den Rest soll eine Werkstatt machen.

Gruß
Gerold
Daniel

Beitrag von Daniel »

Hi Gerold, ...

hmm, ... SU vergaser sind einfach, aber eben auch einfach zu verstellen, ... eine Vergaserabstimmung ist immer ein zusammenspiel zwischen Düse Verstellen und Leerlaufdrehzahl sowie Ansprechverhalten beim Beschleunigen und Synchronisation etc. pp.

wild rauf und runterdrehen bringt jedenfalls nichts.

Die Einstellbeschreibung hast Du?
http://www.allesimlotaufmboot.de/spitfi ... eitung.pdf

ansonsten muss ich am Wochenende eh nach Moers, das liegt auf dem Weg, ... da könnt ich auch schnell nen Abstecher nach Mühlheim wagen.

Viele Grüße,

Daniel
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Rorei
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Beitrag von Rorei »

Hallo Gerold,
ich meine, dass es am zu schwachen Zündfunken liegt denn so empfindlich sind die Vergaser nicht. Messe doch mal den Widerstand deiner Zündkabel. Wenn du entstörte Kabel + entstörte Stecker + entstörte Kerzen drin hast, kommt eine Menge an Widerstand zusammen.
Gruß Roland
Spiti-MK4-1300 ( Bj.73 ) und Vitesse MK1-Convertible ( Bj.67 ) www.rolands-triumph.de
amententeich

Beitrag von amententeich »

Hallo,

du kannst mal schauen ob deine Düsenstöcke zu weit unten sind.
Häng sie von der Chokebetätigung ab und drück sie mit dem Finger nach oben. Da sollte kein Abstand sein. Oder deine Chokebetätigung unten am Düsenstock ist ausgehängt und der / die Düsenstock hängt unten auf Kaltstartstellung. So wird der Motor ständig geflutet und funktioniert nur mit Vollgas. Da kannst du drehen soviel du willst.

Peter
uweb

hola

Beitrag von uweb »

hi, vergaser ist sicher sone sache, ich war heute beim tüv für au und HU und da mein 1300er von 72 ist und nach 69 au trotz h-kennzeichen pflicht is gabs auch ärger mitm vergaser,dachte immer mein motor läuft ok...bei mir gabs co werte von 9% sollwert ist 3.5 moderne autos haben wohl 0.4 oder so und das lies sich zum glück schnell ändern indem die gemischmuttern mehr reingedreht wurde und siehe da der motor läuft auch besser..war wohl bisher zu faul da genau nachzusehen..ich denke also wenn ein motor gar nicht läuft liegts meist an anderen dingen wie olle zündspule, kontakten usw. wobei ich sagen muß das mein motor seid nem messekauf mit ner petronix super läuft und sich auch nicht ständig verstellt, selbst eine leicht ausgeschlagene verteilerwelle macht jetzt nichts mehr aus...daniel wird dir sicher schon geholfen haben,falls nich wär interessant was du für eine zündumgebung hast (kontakte?kontaktlos usw.)
Jerry-NRW

Beitrag von Jerry-NRW »

Hallo Zusammen,

erst mal vielen Dank für eure Antworten.
Bin leider jetzt erst dazu kekommen, Urlaub, viel zu tun, u.s.w.
Ich habe die Vergaser, nach der Vergaseranleitung, die ich vom Daniel bekommen habe, eingestellt, sie da, er lief, nicht gut, aber er ist angesprungen. Jetzt habe ich folgendes festgestellt, der Motor mach klapper Geräusche, ständig. Habe die Steuerzeiten kontrolliert und festgestellt, da stimmt was nicht. Gestern habe ich die Steuerkette freigelegt, die Kette ist total locker. Bin noch nicht so recht dahinter gestiegen, wie es mit den Markierungen funktioniert, auf der Kurbelwelle ist keine zu finden. Mache heute Abend weiter.
Gruß
Gerold
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MKIII
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Beitrag von MKIII »

Jerry-NRW hat geschrieben: ,,,,. Gestern habe ich die Steuerkette freigelegt, die Kette ist total locker. ,,,,,
Die Kette ist deshlb locker weil du mit dem Deckel den Kettenspanner abgebaut hast :wink: Ist dort überhaupt ein Spanner drin?
Markierungen wirst du auf der KW nicht finden :cry: Normalerweise sind auf den Kettenräder Körnerpunkt die bei OT genau gegenüber stehen sollten :idea: wenn da aber mal einer die Teile gewechselt hat und nicht wieder angekörnt :? sind da keine :roll: Dann brauchst du die EInstellwerte der Nockenwelle und must die Steuerzeiten über messen einstellen!. Ich würds erstmal so lassen und dafür sorgen das der Kettenspanner richtig funktioniert bzw überhaupt vorhanden ist.
Gruß
Norbert
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tseitz
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Beitrag von tseitz »

Hallo Jerry,

als erstes sollest du kontrollieren welche Nadeln drin sind. Bei gebrauchten Vergasern (ich denke mal unbekannter Herkunft) können da irgendwelche anderen Nadeln drin sein. Mit den falschen Nadeln kannst du drehen wie du möchtest, das wird nix. Zum anderen würde ich die Schwimmerkammern prüfen. Schließen die Ventile? Ist der Benzinstand in den Kammern OK?

Viele Grüße Thomas
Reinald

Beitrag von Reinald »

Hallo Jerry,

nix für ungut, aber lass mal die Finger von der Nockenwelle. Mach einen frischen Kettenspanner in den Deckel und schraube das wieder zu. "Da stimmt was mit den Steuerzeiten nicht" halte ich erstmal für eine gewagte Aussage für einen Laien.

Wenn es klappert, dann sollte man zunächst mal das Ventilspiel kontrollieren, häufig sind die Kipphebelwellen verschlissen, auch das führt zu klappern.

Ansonsten solltest Du erstmal das Vergaserproblem lösen (Nadeln geprüft? Düsenstöcke geprüft?).

Bei diesen Vergasern kann der Düsenstock (das Gegenstück zur Nadel) verschleißen, dann kann man das Gemisch weder sauber einstellen, noch funktioniert der Motor im Fahrbetrieb ordentlich.

Viele Grüße,
Reinald
Jerry-NRW

Beitrag von Jerry-NRW »

Vielen Dank euch allen,

er läuft, endlich!

Was ich gemacht habe,
1. andere Nadeln und Düsenstöcke, Vergaser laut Anleitung eingestellt.

2. Steuerkette u. Kettenspanner erneuert, die Alte war länger als die Neue und der Kettenspanner war eingelaufen. Das geklapper ist auch weg.

3. Zündung eingestellt.

Mir war aufgefallen das die Steuerzeiten nicht stimmten (nicht Original), bin jetzt dahinter gekommen warum, laut meinen Unterlagen habe ich eine Sportnockenwelle Piper fast road eingebaut, so stehts auf dem Lieferschein von 1996.

Seit letzter Woche ist der Spiti, nach 18 Jahren Dornröschenschlaf, endlich angemeldet, er ging ohne Probleme über den TÜV.

Daniel, wenn Du am 16.05. bei M&E bist, bringe ich Dir Deine Zündspule und Verteilerkappe mit, die Du mir freundlicherweise geliehen hast.

Viele Grüße
Gerold
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