Qualität Stößelbecher
- Juergen Schroeder
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Qualität Stößelbecher
Hi zusammen,
ich zerlege gerade meinen 1500er Motor und habe einen einzigen Stößelbecher mit extremen Verschleißspuren gefunden. Der Becher ist fast 0.4mm konkav, dazu Pitting und sogar Materialausbrüche am Rand (unten) des Bechers.
Die Nockenwelle habe ich bisher noch nicht ausgebaut, ich darf gar nicht daran denken wie die ausieht.
Die anderen Stößelbecher sind vom Verschleiß Spiti-normal, also ab und zu mal etwas ausgebrochen. Die Laufleistung des Motors ist mir leider unbekannt. Ungewöhnlich ist eben das sehr ungleiche Verschleißbild. Ich vermute nun ein Materialprobelm des Stößelbechers.
Die Frage ist nun: Wie vermeide ich, daß schon die neuen Becher die ich bei der Überholung einbauen werde, Schrott sind ? Eine reine Härteprüfung der Gleitfläche reicht doch wahrscheinlich gar nicht aus, da ich damit noch nicht weiß, wie tief gehärtet wurde ? Soll ich die Teile noch einmal einfach neu härten lassen ? Hat das schon mal jemand von Euch machen lassen ?
Beim Gedanken daß sich da dieser Abrieb der Stößelbecher in meinem neu gemachten Motor rumtreibt, ist mir gar nicht wohl...
Jürgen
ich zerlege gerade meinen 1500er Motor und habe einen einzigen Stößelbecher mit extremen Verschleißspuren gefunden. Der Becher ist fast 0.4mm konkav, dazu Pitting und sogar Materialausbrüche am Rand (unten) des Bechers.
Die Nockenwelle habe ich bisher noch nicht ausgebaut, ich darf gar nicht daran denken wie die ausieht.
Die anderen Stößelbecher sind vom Verschleiß Spiti-normal, also ab und zu mal etwas ausgebrochen. Die Laufleistung des Motors ist mir leider unbekannt. Ungewöhnlich ist eben das sehr ungleiche Verschleißbild. Ich vermute nun ein Materialprobelm des Stößelbechers.
Die Frage ist nun: Wie vermeide ich, daß schon die neuen Becher die ich bei der Überholung einbauen werde, Schrott sind ? Eine reine Härteprüfung der Gleitfläche reicht doch wahrscheinlich gar nicht aus, da ich damit noch nicht weiß, wie tief gehärtet wurde ? Soll ich die Teile noch einmal einfach neu härten lassen ? Hat das schon mal jemand von Euch machen lassen ?
Beim Gedanken daß sich da dieser Abrieb der Stößelbecher in meinem neu gemachten Motor rumtreibt, ist mir gar nicht wohl...
Jürgen
- superspitchris
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Hallo Leute
Dieser Schaden trat-tritt auch bei den grossen Brüdern auf u. auch bei
MF-Benzintracktoren. Es zieht sich wie ein roter Faden duch alle Modelle.
Die Nockenwelle hat in diesem Fall ,an dem Nocken worauf der St.-becher
saß auch vieeeel Material verloren.
Leistung war auch nichtmehr genügend da und Laufruhe auch nicht??
Neue nockenwelle u. St.-Becher solten vor Montage NITRIERT werden
auch die Kurbelwelle.
Ist etwas TEUER- HÄLT aber LÄNGER und ist DREHZAHLFESTER.
Kopf hoch und durst.
H.K.
Dieser Schaden trat-tritt auch bei den grossen Brüdern auf u. auch bei
MF-Benzintracktoren. Es zieht sich wie ein roter Faden duch alle Modelle.
Die Nockenwelle hat in diesem Fall ,an dem Nocken worauf der St.-becher
saß auch vieeeel Material verloren.
Leistung war auch nichtmehr genügend da und Laufruhe auch nicht??
Neue nockenwelle u. St.-Becher solten vor Montage NITRIERT werden
auch die Kurbelwelle.
Ist etwas TEUER- HÄLT aber LÄNGER und ist DREHZAHLFESTER.
Kopf hoch und durst.
H.K.
- Juergen Schroeder
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Ich gehe auch davon aus, das die Nockenwelle hin ist. Seltsam ist nur, daß nur ein einziger der Stößelbecher dieses Schadensbild zeigt. Daher würde ich auch Fremdkörper im Öl auschließen, dann müßten ja alle Becher gleichmäßig betroffen sein ?
Man dem Motor diesen Schaden nicht angemerkt, Laufruhe und Leistung Ok, lediglich leichtes (ehrlich, nur leicht!) Klappern der Ventile trotz korrektem Ventilspiel.
Es handelt um einen nicht getunten Serienmotor (doppelte Ventilfedern), die gesamte Laufleistung ist mir leider unbekannt.
Ich weiß leider nicht, ob der Motor irgendwann schon einmal überholt worden ist
Man dem Motor diesen Schaden nicht angemerkt, Laufruhe und Leistung Ok, lediglich leichtes (ehrlich, nur leicht!) Klappern der Ventile trotz korrektem Ventilspiel.
Es handelt um einen nicht getunten Serienmotor (doppelte Ventilfedern), die gesamte Laufleistung ist mir leider unbekannt.
-
Reinald
Naja, auf so einem alten Hund kann auch schon mal 1mm Nockenhub fehlen, da geht die Welt nicht von unter. Die Kiste bringt zwar keine ordentliche Leistung mehr, aber es fährt schon noch 
Bei unbestimmter Laufleistung würde ich das einfach mal unter "Verschleiß" abhaken. Es ist zwar ein bischen merkwürdig, das es nur einen Stößelbecher betrifft, aber das war halt der schlechteste von allen.
Wie gut oder schlecht neue Stößelbecher sind, kann man leider kaum erkennen - auch eine Nitrierung bietet keine Gewähr dafür, das es keine Probleme gibt. Stößelbecher zu hart kann auch ein Problem sein, dann ist die Nocke schneller rund als der Stößelbecher, das ist auch keine Lösung. Z.T. bröseln auch aus der Gehärteten Schicht so brösel raus, das ist auch sehr unschön.
Wenn nur das Beste gut genug ist - qualifizierte Stößelbecher aus dem Rennsport (Kent z.B., oder von APT, nicht der billige TT-Dreck vom Moss), und dann Nocke und Stößelbecher superfinishen lassen.
Auch mit Teflonbeschichtung beim Kexel habe ich gute Erfahrung gemacht, das schließt zumindest Schäden durch Schmierfilmriß beim Einlaufen ziemlich zuverlässig aus.
my two cents,
Reinald
Bei unbestimmter Laufleistung würde ich das einfach mal unter "Verschleiß" abhaken. Es ist zwar ein bischen merkwürdig, das es nur einen Stößelbecher betrifft, aber das war halt der schlechteste von allen.
Wie gut oder schlecht neue Stößelbecher sind, kann man leider kaum erkennen - auch eine Nitrierung bietet keine Gewähr dafür, das es keine Probleme gibt. Stößelbecher zu hart kann auch ein Problem sein, dann ist die Nocke schneller rund als der Stößelbecher, das ist auch keine Lösung. Z.T. bröseln auch aus der Gehärteten Schicht so brösel raus, das ist auch sehr unschön.
Wenn nur das Beste gut genug ist - qualifizierte Stößelbecher aus dem Rennsport (Kent z.B., oder von APT, nicht der billige TT-Dreck vom Moss), und dann Nocke und Stößelbecher superfinishen lassen.
Auch mit Teflonbeschichtung beim Kexel habe ich gute Erfahrung gemacht, das schließt zumindest Schäden durch Schmierfilmriß beim Einlaufen ziemlich zuverlässig aus.
my two cents,
Reinald
- Juergen Schroeder
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Ich habe inzwischen den Eindruck, daß nachträgliches Härten/Nitrieren nicht soo einfach ist. Als erstes müßte ich das Material der Stößelbecher genau kennen. Ich kann natürlich einfach mal annehmen, daß es sich um irgendeine CrMo Legierung handelt. Dann muß ich aber noch wissen, wie tief die Härteschicht in der Lauffläche sein muß. Vielleicht so 0.8mm würde ich jetzt mal raten. Beim Härten sollte aber der Becher "rand" besser nicht durchgehärtet werden, der darf nur eine dünne Härteschicht besitzen. Hier rate ich mal 0.1mm ? Auch gibt es mehere Verfahren zu Nitrieren, wie Salzbadnitrieren, Gasnitrieren. Dann muß ich am Ende noch die richtige Härte der Lauffläche erreichen (Glücksache, da ich ja das Material nicht genau kenne), sonst mache ich meine meine neue NW wegen falscher Härte gleich wieder kaputt.
Da ist der Vorschlag von Reinald extrem attraktiv, einfach eine Bestellung ausfüllen und kurze Zeit später hab ich Stößel für den Rennsport im Briefkasten, denen ich vertrauen kann. So werde ich es machen ! Allerdings zerlege ich den Motor vorher komplett, wer weiß was für Überraschungen da noch lauern...
Thanks !!!
Jürgen
Da ist der Vorschlag von Reinald extrem attraktiv, einfach eine Bestellung ausfüllen und kurze Zeit später hab ich Stößel für den Rennsport im Briefkasten, denen ich vertrauen kann. So werde ich es machen ! Allerdings zerlege ich den Motor vorher komplett, wer weiß was für Überraschungen da noch lauern...
Thanks !!!
Jürgen
- TR injektion
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- Wohnort: Bissendorf bei Osnabrück
Hallo Jungs,
vor ein paar Jahren habe ich hier schon mal beschrieben voran das liegt, das die Stößelbecher und Nockenwellen sterben.
Auf einem Treffen in Bremen ist mir auch aufgefallen das das immer noch nicht bekannt ist !!!!
Es sind die viel zu harten Ventilfeder die in den 1500er Motoren und letzten TR 6 Motoren ab 73 verbaut wurden.
Noch nie habe ich einen 1500er Motor geöffnet der eine intakte tadellose Nockenwelle hatte, das gleiche gilt für die TR 6 Motoren,dehren Ventiltrieb exakt der gleiche ist.
Ich kann nur jedem Raten die Ventilfedern aus den frühen TR 6 Modellen mit 143 PS zu verwenden hier die Bestell Nr.149633 die Äußere
102564 die Innere
Und nie vergessen die Stößeltassen und Nockenwelle mit Molypaste einzuschmieren !!!!
Wenn die Maschine anläuft, IMMER 20-30 Minuten mit erhöhter Drehzahl 2000-2500 U/min laufen lassen in dieser Zeit betten sich die Reibpartner ein. Die Drehzahl ist deshalb wichtig ,da die Nockenwelle vom Spritzöl der Kurbelwelle lebt. Bei Leerlaufdrehzahl kommt das dort nie an.
Darum ist es auch absolutes Gift den Motor im Leerlauf warm laufen zu lassen . Nockenwellschäden sind dann vorprogrammiert.
Mein neuer Spitfire (81) hatte nach 90000 km auch die Nocke und Stößel kaputt. Ein Auslass machte nur noch 1 mm auf.
So sehen die Stößeltassen in der Regel aus !


vor ein paar Jahren habe ich hier schon mal beschrieben voran das liegt, das die Stößelbecher und Nockenwellen sterben.
Auf einem Treffen in Bremen ist mir auch aufgefallen das das immer noch nicht bekannt ist !!!!
Es sind die viel zu harten Ventilfeder die in den 1500er Motoren und letzten TR 6 Motoren ab 73 verbaut wurden.
Noch nie habe ich einen 1500er Motor geöffnet der eine intakte tadellose Nockenwelle hatte, das gleiche gilt für die TR 6 Motoren,dehren Ventiltrieb exakt der gleiche ist.
Ich kann nur jedem Raten die Ventilfedern aus den frühen TR 6 Modellen mit 143 PS zu verwenden hier die Bestell Nr.149633 die Äußere
102564 die Innere
Und nie vergessen die Stößeltassen und Nockenwelle mit Molypaste einzuschmieren !!!!
Wenn die Maschine anläuft, IMMER 20-30 Minuten mit erhöhter Drehzahl 2000-2500 U/min laufen lassen in dieser Zeit betten sich die Reibpartner ein. Die Drehzahl ist deshalb wichtig ,da die Nockenwelle vom Spritzöl der Kurbelwelle lebt. Bei Leerlaufdrehzahl kommt das dort nie an.
Darum ist es auch absolutes Gift den Motor im Leerlauf warm laufen zu lassen . Nockenwellschäden sind dann vorprogrammiert.
Mein neuer Spitfire (81) hatte nach 90000 km auch die Nocke und Stößel kaputt. Ein Auslass machte nur noch 1 mm auf.
So sehen die Stößeltassen in der Regel aus !


Leistung wird im Kopf gemacht !
- Juergen Schroeder
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- Registriert: 17. Sep 2006, 19:39
- Wohnort: Graz
Hi,
ich habe inzwischen meinen Motor komplett auseinander.
Es ist wirklich nur ein einziger Stößelbecher so kaputt wie auf dem Photo zu sehen, die anderen sind für die geschätzte Laufleistung absolut in Ordung. Meine Nockenwelle sieht auch noch gut aus, auch der Nocken, der unter dem beschädigten Stößelbecher zeigt keinen nennenswerten Verschleiß. Mit meinem begrenzten Wissen vermute ich nun einmal, daß dieser eine Stößel nicht tief genug gehärtet wurde (die größte Kraft wirkt nicht auf der Stößel-Oberfläche, sondern etwas tiefer darunter, wenn das in der Tiefe nicht genügend hart ist gibts durch Wechselbelastung die Abplatzer - Oberflächenhärten reicht nicht!!) -> Materialfehler
Auch auf dem Photo von TR Injektion sieht man gut den ungleichen Verschleiß - einige Becher für die Laufleistung OK, andere komplett hin !
Würde es an zu hohen Ventilfederkräften liegen, müßten doch ALLE Stößelbecher das gleiche Schadensbild zeigen, und Ventilfedern für schärfe Nockenwellen würden dann doch überhaupt gar nicht funktionieren ?
Ich habe nun im meinem Motor aber auch noch eine gebrochene Pleuellagerschale (klar das dies nicht an der Welle ohne Schaden vorbeigeht ...), und extrem verschlissene Anlaufscheiben gefunden.
Der hat doch wohl schon mehr Km runter als ich gehofft habe.
Jürgen
ich habe inzwischen meinen Motor komplett auseinander.
Es ist wirklich nur ein einziger Stößelbecher so kaputt wie auf dem Photo zu sehen, die anderen sind für die geschätzte Laufleistung absolut in Ordung. Meine Nockenwelle sieht auch noch gut aus, auch der Nocken, der unter dem beschädigten Stößelbecher zeigt keinen nennenswerten Verschleiß. Mit meinem begrenzten Wissen vermute ich nun einmal, daß dieser eine Stößel nicht tief genug gehärtet wurde (die größte Kraft wirkt nicht auf der Stößel-Oberfläche, sondern etwas tiefer darunter, wenn das in der Tiefe nicht genügend hart ist gibts durch Wechselbelastung die Abplatzer - Oberflächenhärten reicht nicht!!) -> Materialfehler
Auch auf dem Photo von TR Injektion sieht man gut den ungleichen Verschleiß - einige Becher für die Laufleistung OK, andere komplett hin !
Würde es an zu hohen Ventilfederkräften liegen, müßten doch ALLE Stößelbecher das gleiche Schadensbild zeigen, und Ventilfedern für schärfe Nockenwellen würden dann doch überhaupt gar nicht funktionieren ?
Ich habe nun im meinem Motor aber auch noch eine gebrochene Pleuellagerschale (klar das dies nicht an der Welle ohne Schaden vorbeigeht ...), und extrem verschlissene Anlaufscheiben gefunden.
Der hat doch wohl schon mehr Km runter als ich gehofft habe.
Jürgen
- TR injektion
- Super - Member
- Beiträge: 328
- Registriert: 14. Okt 2006, 16:58
- Wohnort: Bissendorf bei Osnabrück
Hallo,
lege mal ein Haarlineal über deine noch GUTEN Stößelbecher.
Schaue dann gegen eine starke Lichtquelle ,vielleicht wirst du dann entdecken das die Becher schon leicht eingedellt sind .Das ist dann das Vorstadium. Messe bei deine Ventilfedern mal die benötigte Kraft bei 10 mm Hub. Und auf meinen Fotos siehst du nicht den unterschiedlichen Verschleiß sondern nur zwei zerstörte Becher.
Der Verschleiß ist in der Regel nur mit einem Haarlineal und/oder einer Messuhr zu ermitteln.
lege mal ein Haarlineal über deine noch GUTEN Stößelbecher.
Schaue dann gegen eine starke Lichtquelle ,vielleicht wirst du dann entdecken das die Becher schon leicht eingedellt sind .Das ist dann das Vorstadium. Messe bei deine Ventilfedern mal die benötigte Kraft bei 10 mm Hub. Und auf meinen Fotos siehst du nicht den unterschiedlichen Verschleiß sondern nur zwei zerstörte Becher.
Der Verschleiß ist in der Regel nur mit einem Haarlineal und/oder einer Messuhr zu ermitteln.
Leistung wird im Kopf gemacht !


