so kanns gehen......
- spitfire4
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Hi Chris,
vielleicht hilft das hier.
..... für den Motorenbauer heißt das er muß absolut runde Bohrungen erzeugen. Dazu muß er dem Zylinder beim Bohren eine s.g. Brille aufsetzen, die mit dem selben Drehmoment angezogen wird, wie später der Zylinderkopf. Diese Brille, in der Regel eine dicke Stahl- oder Aluplatte, stabilisiert die Laufbuchse bei der Bearbeitung auf dem Zylinderbohrwerk. Eine ausgebaute Laufbuchse läßt sich schon mit der bloßen Hand um bis zu fünf 100erstel Millimeter verformen !!!
.....zwischen den einzelnen Honvorgängen sollte man die Zylinder immer einige Zeit ruhen lassen.
... die meisten Standardkolben werden im günstigeren Sandgussverfahren hergestellt, die modernen Kolben wie z.B. Mahle werden im Kokillenguss hergestellt und sind dadurch wesentlich maßhaltiger.
Von daher wird empfohlen Standardkolben zu tempern.
Viele Grüße
Jörg
vielleicht hilft das hier.
..... für den Motorenbauer heißt das er muß absolut runde Bohrungen erzeugen. Dazu muß er dem Zylinder beim Bohren eine s.g. Brille aufsetzen, die mit dem selben Drehmoment angezogen wird, wie später der Zylinderkopf. Diese Brille, in der Regel eine dicke Stahl- oder Aluplatte, stabilisiert die Laufbuchse bei der Bearbeitung auf dem Zylinderbohrwerk. Eine ausgebaute Laufbuchse läßt sich schon mit der bloßen Hand um bis zu fünf 100erstel Millimeter verformen !!!
.....zwischen den einzelnen Honvorgängen sollte man die Zylinder immer einige Zeit ruhen lassen.
... die meisten Standardkolben werden im günstigeren Sandgussverfahren hergestellt, die modernen Kolben wie z.B. Mahle werden im Kokillenguss hergestellt und sind dadurch wesentlich maßhaltiger.
Von daher wird empfohlen Standardkolben zu tempern.
Viele Grüße
Jörg
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- tomsail
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..moment herr dokter!
jörg, das was du hier "zitierst" bezieht sich auf einzelne "laufbuchsen".
"richtige" motoren haben sowas. stichwort-> "nasse laufbuchsen" da ists dann auch nicht schlimm, wenns mal frisst, dann tauscht man halt kolben und laufbüchsen.
unsere low-budget triumph motoren haben keine "laufbuchsen", sondern die zylinderwand ist aus dem gleichen material wie das kurbelgehäuse -auch motorblock genannt-
wenn man da "aufbohrt" verzieht sich nix, denn das ding ist sehr steif.
grüße
thomas
jörg, das was du hier "zitierst" bezieht sich auf einzelne "laufbuchsen".
"richtige" motoren haben sowas. stichwort-> "nasse laufbuchsen" da ists dann auch nicht schlimm, wenns mal frisst, dann tauscht man halt kolben und laufbüchsen.
unsere low-budget triumph motoren haben keine "laufbuchsen", sondern die zylinderwand ist aus dem gleichen material wie das kurbelgehäuse -auch motorblock genannt-
wenn man da "aufbohrt" verzieht sich nix, denn das ding ist sehr steif.
grüße
thomas
-
Daniel
jippieh, ... ich hab nen richtigen Motor
der hat 1996 auch nen fetten Fresser gehabt und bekam damals neue Laufbuchsen und neue Kolben, weil ansonsten nichts mehr zu machen gewesen wäre. Das hat damals etwa 2000,- Mark gekostet.
dafür hält der kleine Motor (1300 MKIV) aber seit mehr als 100.000 km und verbraucht immer noch kein Öl.
was ich nicht verstehe ist: warum sollen sich denn die Zylinderbohrungen nach unten verjüngen???
hat das einen Sinn?
Viele fragende Grüße,
Daniel
- spitfire4
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Lieber Herr Professor,
mein alter Motor hatte auch Laufbuchsen. Hatte allerdings überlesen das bei Chris keine verbaut wurden. Mal ne Frage zu dem Problem. Wäre es nicht generell besser Laufbuchsen zu verbauen ? Würde mich mal interessieren.
Übrigens schau mal mit wem ich am WE durch die Lande gecruist bin
für Tomsail
Viele Grüße
Jörg
mein alter Motor hatte auch Laufbuchsen. Hatte allerdings überlesen das bei Chris keine verbaut wurden. Mal ne Frage zu dem Problem. Wäre es nicht generell besser Laufbuchsen zu verbauen ? Würde mich mal interessieren.
Übrigens schau mal mit wem ich am WE durch die Lande gecruist bin
für Tomsail
Viele Grüße
Jörg
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- superspitchris
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Zur Erklärung nochmal:
Es wurden AE Kolben mit DOM aus nem NOS Bestand aus den 60er Jahren verbaut, diese haben 020er Übermass. Der Zylinderschleifer hat damals alle Kolben vermessen, und die Bohrungen nach den einzelnen Massen gebohrt und gehont, nach seinen Angaben hat er 5 hundertstel Laufspiel einbezogen. Gemessen haben wir knapp über 6 hundertstel bei kaltem Block. Angabe des Herstellers ( die war im originalpäckchen der Kolben dabei) 5 hundertstel Laufspiel. Angabe lt Werkstatthandbuch im unteren bereich max 5,9 hundertstel, im oberen Bereich max 8,9 hundertstel, warum die Angaben konisch sind.....keine Ahnung. Der Fresser ist auf jeden fall im unteren Bereich und verschwindet nach oben fast ganz.
Da alle Kolben zumindest leicht gefressen haben, müssen alle nochmal neu aufs nächste Übermass
ob die Kolben getempert wurden, weiss ich nicht, kann auch nicht mein Problem sein.
Bin gespannt auf die Vorschläge meines Motorenbauers.... der hat wie gesagt eigentlich einen sehr guten Ruf und kann selbst nicht glauben was er da sieht
Es wurden AE Kolben mit DOM aus nem NOS Bestand aus den 60er Jahren verbaut, diese haben 020er Übermass. Der Zylinderschleifer hat damals alle Kolben vermessen, und die Bohrungen nach den einzelnen Massen gebohrt und gehont, nach seinen Angaben hat er 5 hundertstel Laufspiel einbezogen. Gemessen haben wir knapp über 6 hundertstel bei kaltem Block. Angabe des Herstellers ( die war im originalpäckchen der Kolben dabei) 5 hundertstel Laufspiel. Angabe lt Werkstatthandbuch im unteren bereich max 5,9 hundertstel, im oberen Bereich max 8,9 hundertstel, warum die Angaben konisch sind.....keine Ahnung. Der Fresser ist auf jeden fall im unteren Bereich und verschwindet nach oben fast ganz.
Da alle Kolben zumindest leicht gefressen haben, müssen alle nochmal neu aufs nächste Übermass
ob die Kolben getempert wurden, weiss ich nicht, kann auch nicht mein Problem sein.
Bin gespannt auf die Vorschläge meines Motorenbauers.... der hat wie gesagt eigentlich einen sehr guten Ruf und kann selbst nicht glauben was er da sieht
www.spitfirescheune.de
- tseitz
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Hi Chris,superspitchris hat geschrieben:warum die Angaben konisch sind.....keine Ahnung.
ob das einen Zweck hat kann ich nicht sagen, bei honen tritt aber ein Verzug des Werkzeugs ein, der sich unten mehr bemerkbar macht also oben. Das Werkzeug hat den Materialwiderstand und wird dadurch unten mehr als oben zum Zylinderinneren gedrückt. Dadurch fällt der Abtrag geringer aus. Das hat auch mit dem Spiel der Werzeugaufnahme zu tun.
Das ist so ähnlich wie wenn man den Herdausschnitt einer Küchenarbeitsplatte sägt. Der Ausschnitt ist unten immer kleiner als oben weil sich das Blatt verzieht. Dieser Effekt hat sicher auch einen tollen Namen, den kenne ich aber nicht.
Viele Grüße Thomas
- tomsail
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lieber herr dokter,
glückwunsch: du bist der zweite mit "laufbuchsen" im spitfire den ich kenne.
normalerweise wird sowas bei den triumph-motoren nicht gemacht. da wird der block aufgebohrt und wieder gehont.
wenn nun die schädigung in der lauffläche grösser ist als das grösste übermaß, dann bohrt man weiter aus und presst eine "hülse" ein.
diese hülse muss nun nach dem einpressen wieder ausgedreht und gehont werden. das ist teuer und drum macht man das kaum.
weiterer nachteil: die laufbuchse hat zum block hin einen "wärmeübergangswiderstand" ist also thermisch schlechter.
vorteil: ich bin in der materialwahl weitgehend frei.
bei "richtigen" motoren kommen "nasse" laufbuchsen zum einsatz. die werden aussen direkt vom kühlwasser durchströmt und dichten oben mit der kopfdichtung und unten per o-ring ab.
vorteil: beste thermische eigenschaften, freie materialwahl, einfach und beliebig oft zu tauschen, wird vom hersteller gepaart mit kolben passend geliefert.
...heieiei was hast denn da getroffen. sieht aus wie eines der seltenen DS-werkscabrio... aber zu? mhhh ist halt doch kein engländer
grüße
thomas (noch weit weg von der proffesur!)
@chris:
mhhpf. was da wohl los war? hast du noch mehr kolbenbilder, dann geh ich mal in der firma zu den befundungspezialisten. die lesen wie in einem buch bei so einem schaden.
grüße
thomas
glückwunsch: du bist der zweite mit "laufbuchsen" im spitfire den ich kenne.
normalerweise wird sowas bei den triumph-motoren nicht gemacht. da wird der block aufgebohrt und wieder gehont.
wenn nun die schädigung in der lauffläche grösser ist als das grösste übermaß, dann bohrt man weiter aus und presst eine "hülse" ein.
diese hülse muss nun nach dem einpressen wieder ausgedreht und gehont werden. das ist teuer und drum macht man das kaum.
weiterer nachteil: die laufbuchse hat zum block hin einen "wärmeübergangswiderstand" ist also thermisch schlechter.
vorteil: ich bin in der materialwahl weitgehend frei.
bei "richtigen" motoren kommen "nasse" laufbuchsen zum einsatz. die werden aussen direkt vom kühlwasser durchströmt und dichten oben mit der kopfdichtung und unten per o-ring ab.
vorteil: beste thermische eigenschaften, freie materialwahl, einfach und beliebig oft zu tauschen, wird vom hersteller gepaart mit kolben passend geliefert.
...heieiei was hast denn da getroffen. sieht aus wie eines der seltenen DS-werkscabrio... aber zu? mhhh ist halt doch kein engländer
grüße
thomas (noch weit weg von der proffesur!)
@chris:
mhhpf. was da wohl los war? hast du noch mehr kolbenbilder, dann geh ich mal in der firma zu den befundungspezialisten. die lesen wie in einem buch bei so einem schaden.
grüße
thomas
- superspitchris
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-
Reinald
Moin,
a) Das mit den Laufbuchsen hat Triumph offensichtlich unterschiedlich gehandhabt - es gibt Blöcke mit und Blöcke ohne. Ein klares Schema konnte ich da bislang nicht erkennen, ich habe auch schon Motoren im Originalmaß zerlegt, die definitiv noch nie überholt wurden, und schon mit "Büchsen" kamen.
Ich vermute, man hat erstmal versucht es ohne Büchsen zu machen, und die Blöcke bei denen man auf Lunker gestoßen ist, haben dann einfach Büchsen bekommen, damit man den Block nicht wegschmeissen musste.
b) Auch diese Büchsen sind keine "nassen Laufbüchsen" wie beim TR4 oder anderen Traktormotoren, sondern sollten noch vollflächigen Kontakt mit umgebenen Metall haben.
c) In der Nachrüstung habe ich auch schon einen Block mit Büchsen wieder auf Standardgröße umgerüstet, da ich keine Kolben im .030er Übermaß bekommen konnte. Eigentlich viel zu teuer, aber manchmal ist man ja einfach unvernünftig
Und was den 6-Zylinder angeht: Ich würde da beim nächsten mal einfach auf 7/100 Laufspiel bohren lassen, und die Kolben nochmal zum Kexel schicken zum Teflonbeschichten. Damit sollten dann Kolbenfresser der Vergangenheit angehören.
Klappern kann in einem solchen Motor natürlich viel, ich würde mal am ehesten auf den Ventiltrieb schließen - Kippebelwelle, Nockenwelle, Stößeltassen, da gibt es viele Möglichkeiten. Hast Du statt der Federchen auf der Kipphebelwelle feste Spacer drin?
my 2 cents,
Reinald
a) Das mit den Laufbuchsen hat Triumph offensichtlich unterschiedlich gehandhabt - es gibt Blöcke mit und Blöcke ohne. Ein klares Schema konnte ich da bislang nicht erkennen, ich habe auch schon Motoren im Originalmaß zerlegt, die definitiv noch nie überholt wurden, und schon mit "Büchsen" kamen.
Ich vermute, man hat erstmal versucht es ohne Büchsen zu machen, und die Blöcke bei denen man auf Lunker gestoßen ist, haben dann einfach Büchsen bekommen, damit man den Block nicht wegschmeissen musste.
b) Auch diese Büchsen sind keine "nassen Laufbüchsen" wie beim TR4 oder anderen Traktormotoren, sondern sollten noch vollflächigen Kontakt mit umgebenen Metall haben.
c) In der Nachrüstung habe ich auch schon einen Block mit Büchsen wieder auf Standardgröße umgerüstet, da ich keine Kolben im .030er Übermaß bekommen konnte. Eigentlich viel zu teuer, aber manchmal ist man ja einfach unvernünftig
Und was den 6-Zylinder angeht: Ich würde da beim nächsten mal einfach auf 7/100 Laufspiel bohren lassen, und die Kolben nochmal zum Kexel schicken zum Teflonbeschichten. Damit sollten dann Kolbenfresser der Vergangenheit angehören.
Klappern kann in einem solchen Motor natürlich viel, ich würde mal am ehesten auf den Ventiltrieb schließen - Kippebelwelle, Nockenwelle, Stößeltassen, da gibt es viele Möglichkeiten. Hast Du statt der Federchen auf der Kipphebelwelle feste Spacer drin?
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- superspitchris
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Soooodele
seit heute läuft unser Monsterbaby wieder, bin schon 4 km gefahren, ohne Fresser!!!!!!!!!! Er klappert nun auch nicht mehr, das kam dann wohl von den kaputten Kolben, ausserdem läuft er viel "freier", das heisst wenn man im Stand Stoff gibt und das Gas wieder wegnimmt, braucht er länger , bis wieder Standgas erreicht ist. Ich muss die Vergaser noch einstellen, dann wird man sehen, laufen tut er schon ganz ordentlich. Ich fahr ihn jetzt mit 7 Hundertstel Laufspiel und Countykolben, jeder Fachmann, der die alten AE und die neuen Countykolben schon gesehen hat, war auf Anhieb der Meinung, dass die Countys besser aussehen.Die sind sehr Masshaltig und haben vom schwersten bis zum leichtesten gerade mal 1 Gramm Unterschied. Ich hoffe , ich hab jetzt Ruhe, sonst werd ich noch zum Elch

seit heute läuft unser Monsterbaby wieder, bin schon 4 km gefahren, ohne Fresser!!!!!!!!!! Er klappert nun auch nicht mehr, das kam dann wohl von den kaputten Kolben, ausserdem läuft er viel "freier", das heisst wenn man im Stand Stoff gibt und das Gas wieder wegnimmt, braucht er länger , bis wieder Standgas erreicht ist. Ich muss die Vergaser noch einstellen, dann wird man sehen, laufen tut er schon ganz ordentlich. Ich fahr ihn jetzt mit 7 Hundertstel Laufspiel und Countykolben, jeder Fachmann, der die alten AE und die neuen Countykolben schon gesehen hat, war auf Anhieb der Meinung, dass die Countys besser aussehen.Die sind sehr Masshaltig und haben vom schwersten bis zum leichtesten gerade mal 1 Gramm Unterschied. Ich hoffe , ich hab jetzt Ruhe, sonst werd ich noch zum Elch
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