SPITFIRE einmotten.......

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Speedman50

SPITFIRE einmotten.......

Beitrag von Speedman50 »

Hallo, Ihr lieben Freaks,

erstmal möchte ich mich als NEULING sehr herzlich bei allen von euch bedanken, für die tatkräftige Unterstützung und Antworten auf meine ersten, hoffentlich nicht zu naiven und nervenden Fragen. Aber Ihr wißt ja, wenn man wie ich einen SPIT neu hat, scheint am Anfang alles sehr klar und simpel mit der antiken Britentechnik, man ist ja selber ein abgeklärter alter Hase (harhar...). :wink:

Aber der Teufel steckt im Detail und bei manchen Sachen kommt man echt ins grübeln, wie was & warum so oder so funzt oder auch nicht. :shock:

Dann ist es schön, wenn man Mitmenschen hat, die die gleiche Leidenschaft nachgehen und helfen. Nochmal: DANKE ! :D

Danke auch an den, der mir seinen 2. Ölstab verkauft, echt KLASSE hier !

Jetzt was jahreszeitlich aktuelles: Mein Spit läuft am 1.November das Saisonkennzeichen ab, also Winterschlaf bis zum 1. März.

Will ihn gut versorgen die 4 Monate. Habt Ihr Tips was zu machen ist ? also Batterie raus, Tank voll, abdecken ist mir klar.

Kerzen raus ? Was reinspritzen ? Wie siehts da so aus ?

Dann kam mir in den Sinn :idea: , ihn über Winter aufbocken, je ein Stempel unterm Rahmen an den Quertraversen. Ist das OK ? Oder nicht so dolle ?

Dachte mir, dann straffen sich die Federn wieder ein bißchen. Mag auch Quatsch sein, kann mir abers Reifenpumpen auf 2.6 Atü sparen.

Wie konserviert Ihr eure Donnerbüchsen im Winter ?

Best wishes

Karl-Heinz
Races

Beitrag von Races »

Da es bei mir eigentlich auch fast der erste Winter wird ( gekauft im Nov. 2007 und im Winter viel geschraubt ) würde ich mich auch über sinnvolle Tips freuen ... wobei ... hmmm ... Schrauben muß / will ich auch diesen Winter wieder viel ... :D
Daniel

Beitrag von Daniel »

Hi Karl-Heinz, ...

also meine Wintervorbereitungen sehen so aus:
1) Winterreifen montieren
2) Schneeketten in den Kofferraum
3) Körbler-top montieren
4) Gummidichtungen schön mit so nem Pflegemittel einstreichen
5) Kühler(f)rostschutz kontrollieren
6) Frostschutz in der Scheibenwischanlage nachfüllen

hihi, ... ;-) Spass beiseite (so siehts jedoch bei mir wirklich aus), ... zusätzlich zum Volltanken und Abdecken und Batterie rausnehmen würde ich aber auf jeden Fall den Frostschutz in allen wasserhaltenden Systemen kontrollieren/auffüllen. Dazu die Kiste vor dem Einmotten noch mal RICHTIG warmfahren, damit in Auspuff und Brennräumen kein Kondenswasser entstehen kann. Ansonsten kann Aufbocken mit Sicherheit nicht schaden, zumindest für die Reifen. und meiner Meinung nach (gibt aber auch Leute, die das anders sehen) das Verdeck bis an den Scheibenrahmen ziehen, aber nicht schliessen.

Kerzen würde ich , glaube ich, nicht extra rausdrehen, lass mich da aber auch gerne eines besseren belehren.

Viele Grüße,

Daniel
Hinrich

Richtig Einmotten ...

Beitrag von Hinrich »

Hallo Spiti-Driver,

so sieht man die Vorbereitungen fürs Einlagern bei BMW:

Dass vor dem Einmotten das große Reinemachen angesagt ist, versteht sich von selbst. Doch je nach Intensität und Vorgehensweise gelangt dabei Wasser an schwer zugängliche Stellen – wo es nur langsam wieder verdunstet. Deshalb ist es wichtig, dass der Spiti nach der großen Wäsche einige Tage an einem gut belüfteten Platz steht. Während der ersten Tage in einer Garage, sollte das Tor deshalb im Zweifelsfalle noch offen bleiben. Bei der Reinigung von Leichtmetallfelgen ist zudem darauf zu achten, dass das Pflegemittel nicht mit den Bremsscheiben in Berührung kommt.

Vor dem Abstellen müssen die Bremsbeläge und -scheiben absolut trocken sein und auch der Auspuff muss richtig warm gefahren werden, damit dort nach dem Abstellen kein Kondenswasser zurück bleibt.
Die Handbremse sollte man natürlich genauso trocken bremsen wie die Fußbremse – nach jedem Regen oder Waschen. Sonst rostet relativ schnell die Innenseite der Bremsscheibe, auf die unsere Handbremsbeläge ja wirken. In der Statistik von TÜV und DEKRA ist genau die einseitige oder ungenügende Wirkung der Handbremse einer der häufigsten (und unnötigsten) Mängel bei der HU.
Das Auspuffrohr mit einem ölgetränkten Lappen zu verschließen, ist nicht empfehlenswert - dann kann zwar keine Feuchtigkeit mehr eindringen, aber eventuell entstehendes Kondenswasser auch nicht mehr verdampfen.

Stellplatz:
Fahrzeug überdacht, in einem trockenen, frostfreien und gut durchlüftetem Raum abstellen.
Dann den 1. Gang oder die Wählhebelposition P einlegen. Hand- oder Parkbremse nicht anziehen!

Türen / Fenster offen oder geschlossen:
Fenster zur Belüftung einen Spalt öffnen.

Verdeck offen/geschlossen:
Geschlossen, verriegelt und komplett gespannt.
Ggf. Hardtop abbauen und gesondert lagern.

Fensterdichtungen:
Keine besondere Behandlung notwendig – „Pflegemittel“, die nicht von vom Hersteller angeboten werden, können sogar die Kunststoffe angreifen.

Ölwechsel:
Vor der Überwinterung immer einen Ölwechsel durchführen, da sich ansonsten Bestandteile im gebrauchten Öl absetzen können, die eine Korrosion begünstigen.

Tank füllen:
Auch bei neueren Modellen mit Kunststofftanks gilt: vor dem Einmotten voll tanken. Das Problem ist einmal mehr eine drohende Kondenswasserbildung - im Kraftstoff!
Die Spritqualität leidet während der Winterwochen zwar etwas - leichtflüssige Bestandteile dampfen aus – wodurch die Zündfähigkeit minimal abnimmt. Dennoch raten wir, den Wagen voll zu tanken, da sich als Alternative nur eine komplette Trockenlegung empfiehlt - ein erheblicher Mehraufwand, der sich nicht unbedingt lohnt.

Thema Standplatten:
Wir empfehlen, das Fahrzeug nicht aufzubocken. Das Fahrzeug ist so konstruiert, dass die Krafteinleitung durch die Räder und nicht durch andere Punkte der Karosserie oder des Fahrwerks erfolgen sollte. Schäden an Buchsen, Lagern, etc. sind ansonsten nicht auszuschließen.
Für die Überwinterung extra Standräder zu montieren und die original Reifen ordnungsgemäß zu lagern ist wohl die beste, wenn auch eine etwas aufwändige Variante.
Ist das nicht möglich, so sollte der Luftdruck auf 3,5 bar erhöht werden. Optimal wäre es, das Fahrzeug im wöchentlichen Turnus um einige Zentimeter weiter zu rollen.


Stationäres Warmlaufen:
Vereinzelt wurde auch vorgeschlagen, den Wagen im Winter immer wieder einmal für einige Minuten warm laufen zu lassen. Davon raten wir unbedingt ab! Nicht alle Bauteile werden dabei die optimale Betriebstemperatur erreichen. Es droht die Gefahr von Kondenswasserbildung!

Batterie abklemmen oder Erhaltungsladen:
Das Erhaltungsladen mit einem entsprechenden Ladegerät ist für die Überwinterung die optimale Lösung. Wird die Batterie abgeklemmt, sind einige Ausstattungen in ihrer Nutzung eingeschränkt und müssen neu initialisiert werden.

Beste Grüße
Hinrich
Daniel

Re: Richtig Einmotten ...

Beitrag von Daniel »

Hi Hinrich, ...

ein paar Punkte empfinde ich aber als höchst fragwürdig:
Hinrich hat geschrieben:...Sonst rostet relativ schnell die Innenseite der Bremsscheibe, auf die unsere Handbremsbeläge ja wirken...
soso, ... Bremsscheibe!
Hinrich hat geschrieben:frostfreien und gut durchlüftetem Raum abstellen.
... dürfte in meinen Augen für die meissten von uns nicht realistisch sein.
Hinrich hat geschrieben:Verdeck offen/geschlossen:
Geschlossen, verriegelt und komplett gespannt.
Ggf. Hardtop abbauen und gesondert lagern.
verstehe nicht, warum ich das Verdeck schliessen soll, das Hardtop jedoch abbauen, ....
Hinrich hat geschrieben:Fensterdichtungen:
Keine besondere Behandlung notwendig – „Pflegemittel“, die nicht von vom Hersteller angeboten werden, können sogar die Kunststoffe angreifen.
wenn der Stellplatz tatsächlich frostfrei ist, klar.
Hinrich hat geschrieben:Ölwechsel:
Vor der Überwinterung immer einen Ölwechsel durchführen, da sich ansonsten Bestandteile im gebrauchten Öl absetzen können, die eine Korrosion begünstigen.
hmmm, ... das heisst, die Ölwanne korrodiert von innen??? glaub ich so nicht.

Viele fragend Grüße,

Daniel
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MKIII
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Re: Richtig Einmotten ...

Beitrag von MKIII »

Daniel hat geschrieben: .
Hinrich hat geschrieben:frostfreien und gut durchlüftetem Raum abstellen.
... dürfte in meinen Augen für die meissten von uns nicht realistisch sein.

.
Richtig, frostfrei und geheizt, warum soll ich da lüften :roll: wobei geheizt ist ja dann frostfrei :idea:

Und die Hinweise beziehen sich auf einen BMW, deshalb auch Handbremse wirkt auf die Scheibenbremse :wink:
Gruß
Norbert
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Hinrich

Beitrag von Hinrich »

Hallo Jungs,

nehmt die Sache nicht zu genau :? , ich habe die Tipps nur von BMW zitiert und nicht im Detail auf die Spiti-Lagerung angepasst.
Jeder sollte einfach nur die Dinge übernehmen die er selbst auch für angebracht hält.

Die Einlagerung mit frischem Öl wurde mir bisher generell empfohlen, es sollen sich Schadstoffe im Gebrauchtöl nach längerem Nichtgebrauch des Fahrzeugs negativ auswirken. Was genau da passieren kann ist mir nicht bekannt. Kann das hier vielleicht Jemand erklären :THINK: ?

Das Verdeck soll geschlossen und gespannt werden um Faltenbildung zu vermeiden. Wenn das Verdeck lange zusammengeklappt gelagert wird können Druckstellen entstehen die schwer oder nicht mehr raus gehen (z.B. im Bereich der Scheiben) ...

Beste Grüße
Hinrich
Daniel

Beitrag von Daniel »

Hi Hinrich, ...

recht hast Du :top: manchmal sollte man vielleicht nicht zu genau hinsehen ;-)

ich glaube, es ist meine Herbstdepression

:cry: Viele Grüße,

Daniel
Hinrich

Beitrag von Hinrich »

Daniel hat geschrieben:Hi Hinrich, ...

recht hast Du :top: manchmal sollte man vielleicht nicht zu genau hinsehen ;-)

ich glaube, es ist meine Herbstdepression

:cry: Viele Grüße,

Daniel
Hi Daniel,

:lol: diese Herbstdepressionen hatte ich gerstern bei dem Dauerregen auch. Heute war es hier sonnig, da ging's wieder.
Nur ärgerlich das ich keine Zeit zum Cruisen im Spiti hatte :( ...

Konstruktive Kritik muß allerdings auch sein :top: , nur so wird man auf Fehler aufmerksam und lernt vielleicht auch daraus ...

Beste Grüße aus dem Teutoburger Wald
Hinrich

P.S. Vergesst nicht mir die Gründe für den Ölwechsel vorm Einlagern noch zu erklären ...
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spitfire4
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Beitrag von spitfire4 »

Einfach das ganze Jahr durchfahren. Und im Winter bei Sonne natürlich auch offen. In meinen Augen das beste gegen Herbst- oder Winterdepresssion.
Und für den Spit sowieso :wink:

Viele Grüße

Jörg
Fehlende Leistung wird durch Wahnsinn ersetzt
Speedman50

Beitrag von Speedman50 »

Mach ich nächstes Jahr auch, wenn er im Oktober H-tauglich wird. Im Moment hat er noch S-Kennzeichen 03-10......

Dann kommt am 1. Nov. das Hardtop drauf bis 1. März.

Ich finde, das Hardtop steht einem Spity gut. : 8)

KH
Speedman50

Beitrag von Speedman50 »

Meine Frage war, ob das Aufbocken über Winter dem Fahrgestell schaden könnte, weil ja Vorder- und Hinterachsaufhängung in der Extremposition unten sind. Ist das für die Traggelenke/Kreuzgelenke eher schädlich oder macht das nichts aus ?

Die Blattfeder wäre dann entlastet, was ja auch nicht von Schaden wäre....

Aufbocken würde ich unterm Rahmen natürlich an den Verbindungspunkten der Rahmenlängsträger/Quertraversen.

Wie seht Ihr das ?

Sportlicher Gruß :lol:

Karl-Heinz
senfdaschn

Beitrag von senfdaschn »

Also ich wasche meinen Spit, dann wird er eine große Runde trocken gefahren. Luftdruck auf 3 Bar erhöht, Stoßstangen werden mit WD 40 bzw. irgendeinem anderen Kriechöl eingenebelt. Die Stellen wo bei meinem der Lack abgeplatzt ist werden mit WD 40 eingesprüht. Verdeck mache ich zu, Fenster bleibt einen kleinen Spalt geöffnet. Batterie wird ausgebaut und im Keller gelegentlich nachgeladen. Ölwechsel mache ich immer erst nach dem Winter. Dann wird der Spit mit einer luftdurchlässigen Autohaube abgedeckt.
Aufbocken tu ich ihn nicht.
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alex0469
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Beitrag von alex0469 »

Du mußt ja auch nicht aufbocken bis die Räder in der Luft sind ein wenig entlasten reicht schon. Evtl Styropor drunter und wierder fast ganz ablassen das Styropor vergrößert die Fläche wobei das bei ein paar Monaten wohl alles keine Rolle spielt nur wenn man das Fahrzeug länger einlagert.

Gruß Alex
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Reinald

Beitrag von Reinald »

Aufbocken kann man natürlich auch an den Achsen, d.h. die Reifen werden entlastet, die Federn bleiben trotzdem eingefedert.

Und für alle Freunde höhenverstellbarer Federbeine: Jetzt wäre es auch an der Zeit, die Gewinde zu säubern und neu zu fetten :-)

Reinald
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